Jenoptik Hauptsitz im Ernst Abbe Hochhaus in Jena

Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik möchte mit einer Übernahme die Medizintechnik in Richtung der Endkunden ausbauen. - Bild: Jenoptik

Der Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik kann sich einen größeren Zukauf im Gesundheitsgeschäft vorstellen. Mit einer Übernahme könnte Jenoptik sein Angebot bei Medizintechnik in Richtung Endkunden ausweiten, sagte Unternehmenschef Stefan Traeger der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Unternehmen sei in den wichtigen Zukunftsmärkten Health Care und Life Science bislang ein Zulieferer für große Hersteller. "In Zukunft können wir uns vorstellen, das Geschäft bis zum Endkunden nach vorne zu integrieren."

Einen Vertriebskanal selbst aufzubauen sei extrem aufwändig, erklärte Traeger. Deshalb sei ein Zukauf hier sinnvoller. Mögliche Ziele seien zwar derzeit sehr hoch bewertet, sollte sich aber eine Chance für einen Zukauf zu einem sinnvollen Preis ergeben, dann wäre man interessiert.

Seit Anfang 2019 gibt es drei Divisionen im Geschäft mit dem Licht. Die Aktivitäten des ehemaligen Segments 'Defense & Civil Systems', die auf mechatronischen Technologien basieren, werden unter der Marke Vincorion geführt.

Für das ausgegliederte Mechatronik-Geschäft schloss Traeger erneut einen Verkauf nicht aus. Vincorion habe so gut wie keine Synergien mit dem Rest des Portfolios, sagte der Jenoptik-Chef. "Man darf schon überlegen, ob wir die besten Eigentümer für dieses Geschäft sind." Allerdings gebe es derzeit keine aktiven Gespräche mit möglichen Interessenten.

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