Ein Werk der Kion-Gruppe in Südamerika.

Ein Werk der Kion-Gruppe in Südamerika. - Bild: Kion

| von Sarah Wieser

Der Gabelstaplerhersteller Kion hat im ersten Quartal die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Der Konzerngewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,2 Prozent auf 67,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

Die Ausbreitung des Virus zunächst in China und später auch in Europa habe vor allem das Geschäft mit Flurförderzeugen sowohl auf der Beschaffungs- als auch der Absatzseite erheblich beeinträchtigt.

Kion gibt noch keine Gesamtprognose

Dank der noch guten Entwicklung im Januar und Februar sank der Auftragseingang nur leicht - um 1,8 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Während das Neugeschäft mit Fahrzeugen bereits deutlich zurückging, stieg die Nachfrage im Segment Lieferkettenlogistik, das auf Automatisierungslösungen spezialisiert ist. Der Auftragsbestand lag Ende März stabil bei 3,6 Milliarden Euro. Der Umsatz nahm im ersten Quartal um 2,7 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro ab.

Einen Ausblick für 2020 gab Kion weiterhin nicht. "Eine verlässliche Prognoseabschätzung für das Gesamtjahr 2020 wird erst möglich sein, wenn sich die gesamtwirtschaftliche Situation einschließlich der Lieferketten wieder stabilisiert hat", teilte das Unternehmen mit. Kion hatte wie viele andere Konzerne seine ursprüngliche Prognose zurückgezogen. Wegen der "zunehmend unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" führe der Vorstand konkrete Gespräche mit Banken, um weitere Kreditzusagen zur Stärkung der Finanzlage zu verhandeln.