Die im Großformat gestiegenen Bestellungen trugen zum Anstieg des Auftragseingangs im Sheetfed-Segment um 5,3 Prozent bei

Die im Großformat gestiegenen Bestellungen trugen zum Anstieg des Auftragseingangs im Sheetfed-Segment um 5,3 Prozent bei. - Bild: Koenig & Bauer

| von Stefan Weinzierl

Neben der konzernweit guten Kapazitätsauslastung bilden die erreichten Fortschritte bei den Projekten zur Realisierung der weiteren EBIT-Steigerung bis 2021 ein solides Fundament. Die Serviceerlöse konnten von 67,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 71,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2018 gesteigert werden. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Im Konzern lag der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2018 mit 250,9 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 321,5 Millionen Euro, der durch ein größeres Wertpapierprojekt beeinflusst war. CEO Claus Bolza-Schünemann: „Neben dem expandierenden Servicegeschäft sind wir im prosperierenden Verpackungsdruck weiter vorangekommen. Mit unseren kundenorientierten Lösungen konnten wir den Auftragseingang im Kartonagen-, Blech-, Folien- und Kennzeichnungsdruck steigern. Wie erwartet hat sich die Nachfrage nach Digitaldruckmaschinen verhalten entwickelt.“

Im Q1 waren der Konzernumsatz mit 217,3 Millionen Euro und das EBIT mit –1,9 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr (259,1 Millionen Euro; 5,0 Millionen Euro). CFO Mathias Dähn: „Durch die von unseren Kunden gewünschten Liefertermine konzentrieren sich die Maschineninstallationen 2018 noch stärker als im Vorjahr auf das zweite Halbjahr und besonders auf Q4.“

Bestellzuwächse im Verpackungsdruck

Im vom Verpackungsdruck dominierten Sheetfed-Segment ist der Auftragseingang um 5,3 Prozent gestiegen. Segment-Vorstand Ralf Sammeck: „Nachdem wir 2017 unseren Weltmarktanteil über alle Formatklassen weiter steigern konnten, haben wir im Q1 2018 unsere Marktführerschaft im Großformat ausgebaut.“ Durch den auslieferungsbedingt niedrigeren Umsatz lag das EBIT bei Sheetfed unter dem Vorjahreswert.

Trotz des gewachsenen Neugeschäfts im flexiblen Verpackungsdruck blieben die Bestellungen bei Digital & Web durch weniger Aufträge für Digital- und Zeitungsdruckmaschinen unter dem Vorjahreswert. Bei leicht höheren Erlösen war das EBIT durch das niedrige Umsatzniveau sowie durch F&E-Aufwendungen und Wachstumsinvestitionen belastet. Trotz der deutlichen Zuwächse im Blech- und Kennzeichnungsdruck lag der Auftragseingang im Special-Segment unter dem durch einen großen Wertpapierauftrag geprägten Vorjahreswert.

CEO Claus Bolza-Schünemann: „Bei guter Projektlage im Wertpapierdruck verlaufen die Abschlüsse der üblicherweise großen Projekte nicht gleichmäßig über die Quartale verteilt.“ Auch bei Special führten die auslieferungsbedingt niedrigeren Umsätze zu einem leicht unter dem Vorjahr liegenden EBIT.

Bilanzprofil deutlich gestärkt

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr (–14,9 Millionen Euro) auf 20,3 Millionen Euro deutlich gesteigert werden. Der freie Cashflow war durch die letzte Auszahlungstranche in Höhe von 34,8 Millionen Euro für die teilweise Ausfinanzierung der Pensionsrückstellungen belastet. CFO Mathias Dähn: „Mit der zum Quartalsende vorgenommenen Übertragung unserer Rückdeckungsansprüche gegen den Versicherer an die begünstigten aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir eine Verrechnung der finanziellen Forderungen mit den Pensionsrückstellungen vorgenommen. Diese Bilanzverkürzung um 59,9 Millionen Euro hat zum Anstieg der Eigenkapitalquote auf 37,9 Prozent beigetragen.“

Konzernziele 2018: rund 4 Prozent Umsatzwachstum und EBIT-Marge von rund 7 Prozent

In den kommenden Quartalen erwartet der Vorstand infolge des weiter expandierenden Servicegeschäfts, der wachsenden Nachfrage aus den Verpackungsmärkten und der erwarteten Bestellungen im Wertpapierdruck eine positive Auftragsentwicklung zusätzlich zum hohen Auftragsbestand. CFO Mathias Dähn: „Die im zweiten Halbjahr deutlich zunehmende Umsatzdynamik wird zusammen mit den weiteren Fortschritten bei den Kostensenkungsprojekten im Wertpapierdruck, Einkauf und in der Produktion die Ertragslage im Konzern signifikant verbessern.

Falls sich die konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen für unser internationales Geschäft nicht wesentlich verschlechtern, streben wir für 2018 einen organischen Umsatzanstieg im Konzern von rund 4 Prozent und eine EBIT-Rendite von rund 7 Prozent an. Damit sind wir bei unserem bis 2021 angestrebten EBIT-Margenziel von 9 Prozent und einer organischen Umsatzwachstumsrate von rund 4 Prozent p. a. auf Kurs.“

Koenig & Bauer

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