Kuka Standort in Augsburg

Kuka konnte im ersten Halbjahr zumindest in einem Bereich wieder Zuwächse verzeichnen. - Bild: Nördinger

| von Anja Ringel

Der Roboterhersteller Kuka hat nach den Einbrüchen durch die Coronakrise im ersten Halbjahr zuletzt wieder zumindest in einem Bereich Zuwächse verzeichnen können. So lag der Auftragseingang im dritten Quartal 2020 mit 752 Millionen Euro sogar ein Fünftel über dem Vorjahreswert. "Auch wenn die Kunden immer noch äußerst zurückhaltend investieren, zeigt das auch, dass Automatisierung zunehmend in den Fokus gerät", sagte Vorstandschef Peter Mohnen am Donnerstag (29.10.) zu der Quartalsbilanz. 

Kuka habe in diesen herausfordernden Zeiten seinen Kundenfokus verstärkt. Dadurch habe das Unternehmen unter schwierigsten Bedingungen auf dem Markt überzeugen und deutlich mehr Aufträge gewinnen können als im Vorjahreszeitraum und im zweiten Quartal, sagte der CEO.

Beim Umsatz und beim Ergebnis musste das Augsburger Unternehmen hingegen erneut deutliche Rückgänge hinnehmen. In den ersten neun Monaten des Jahres brach der Umsatz um fast 22 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro ein. Das Verlust nach Steuern betrug in dem Zeitraum 69 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 62 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2019.

Situation bleibt angespannt

Dennoch bleibt die Situation laut Unternehmen angespannt. Die Verschärfung der Corona-Lage könnte zu erneuten Beschränkungen im Geschäftsbetrieb und Zurückhaltung der Kunden führen. "Vor uns liegen herausfordernde Monate mit großen Unsicherheiten, wie sich die Pandemie und die allgemeine wirtschaftliche Lage weiter entwickeln werden", sagte Mohnen. "Wir untersuchen weiterhin genau, wo wir uns noch besser aufstellen können. Wir müssen hart daran arbeiten, um uns auf die Veränderungen durch Corona einzustellen und unsere Kunden als starker Partner zu unterstützen. Denn Robotik und Automation bieten großes Potential und gewinnen gerade jetzt an Bedeutung."

Quellen: Dpa, Kuka