Ein Kuka Roboter in einer Spritzgießanlage

Seit mehreren Jahren fester Bestandteil: Kuka Roboter in einer Spritzgießanlage, die aus Kunststoff me-dizinisches Material für Labore herstellt. - Bild: Ritter GmbH

| von Sarah Wieser

Seit mehreren Jahren sind Kuka Roboter fester Bestandteil in der Herstellung medizinischer Laborprodukte aus Kunststoff bei der Ritter GmbH. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage gestiegen. Im Eiltempo kommen nun sieben weitere Spritzgieß-Anlagen mit Kuka Robotern dazu.

„Wir produzieren unter höchsten Hygienestandards. Unseren Produkten darf nichts anhaften, was die Tests im Labor verfälschen könnte. Das war für uns einer der Beweggründe, Roboter in unserer Produktion einzusetzen“, sagt Ralf Ritter, der zusammen mit seinem Bruder Frank Ritter das in Schwabmünchen ansässige Unternehmen in zweiter Generation führt.

Sieben weitere Anlagen

In ihren Spritzgießanlagen fertigen die Kunststoff-Spezialisten medizinisches Verbrauchsmaterial, das zum Beispiel in Laboren zum Einsatz kommt, wenn Flüssigkeiten wie Blut analysiert werden müssen. Der Roboter entlädt die Anlage, legt das fertig gegossene Teil in ein Prüfsystem und anschließend auf das Fließband.

Produziert werden sogenannte Mikrotiterplatten und Pipettenspitzen, um die Handhabung der Testflüssigkeiten zu übernehmen. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist in den vergangenen Wochen gestiegen. Wir vervielfältigen jetzt unsere Kapazität, um deutsche und europäische Labore und Fachhändler ausreichend mit Material versorgen zu können", sagt Ritter.

Sieben weitere Anlagen kommen jetzt hinzu. Das geht nur, weil sich das Unternehmen 2019 dazu entschieden hat, den Medizinzweig strategisch zu fokussieren und eine 6.500 Quadratmeter große Produktionshalle zu bauen. Bis Mitte Juni sollen alle Anlagen stehen und in Betrieb genommen sein. Ein solches Projekt umfasst unter normalen Umständen rund 30 Wochen Realisierungszeit. Jetzt war es in nur drei Wochen zu stemmen.

„Dieses Eiltempo war nur möglich, weil die Kuka Roboter schnell lieferbar waren und die SAR Group durch eine hohe Flexibilität in der Lieferkette zusätzliche Kapazitäten geschaffen hat, um die Anlagen so schnell zu konzipieren und umzusetzen“, sagt Ritter, der in seinem Unternehmen mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: Kuka

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