Kuka-Chef Peter Mohnen.

Muss bei Kuka einen harten Sparkurs fahren: Kuka-Chef Peter Mohnen. - Bild: Kuka

Bislang hat Kuka in der schwäbischen Stadt rund 4.000 Mitarbeiter, weltweit sind mehr als 14.000 Menschen in dem Technologiekonzern beschäftigt.

Bis 2021 will Kuka 300 Millionen Euro einsparen. Das Kostensenkungsprogramm hatte Vorstandschef Peter Mohnen bereits im Januar angekündigt. Eine konkrete Zahl von zu streichenden Jobs wurde damals aber noch nicht genannt.

Die Ziele für das vergangene Jahr hatte Kuka mehrfach reduziert, letztlich schrumpfte der Umsatz um fast sieben Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Auftragseingänge reduzierten sich sogar um mehr als 8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte 2018 mit 34,3 Millionen Euro auf ein Drittel des Vorjahreswertes. "Das Ergebnis des vergangenen Jahres ist nicht zufriedenstellend", sagte Mohnen. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

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Aufbau von Joint Ventures in China

Derweil konzentriert sich das Unternehmen in China auf den Aufbau der Joint Ventures und wird dort neue Produkte für den lokalen Markt entwickeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden eine klare Priorisierung und globale Fokussierung vorgenommen. Die Organisationstruktur wurde geschärft, um die globale Zusammenarbeit zu verbessern und um die Kunden noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Asien als Hoffnungsträger

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotenziale rechnet Kuka im Geschäftsjahr 2019 mit einer leicht steigenden Nachfrage.

Wachstum wird von dem Roboterhersteller vor allem aus Asien und hier insbesondere aus China erwartet. Europa und der amerikanische Kontinent sollten sich leicht positiv entwickeln, heißt es seitens des Roboterbauers.

Auf Branchenebene erwartet Kuka für die Absatzmärkte der sogenannten General Industry eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage stabil verlaufen.

Politische Entwicklung bereitet Kuka Kopfzerbrechen

Unsicherheiten ergeben sich vor allem aufgrund der aktuellen politischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung. Davon betroffen sind auch die weltweit größten Robotik-Absatzmärkte wie die Automobilindustrie und Elektronikindustrie, deren Entwicklungen wir im Blick behalten.

Kuka erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr 2019 einen leicht steigenden Umsatz mit rund 3,3 Milliarden Euro. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Geschäftsentwicklung geht der Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von rund 3,5 Prozent vor finaler Evaluierung der laufenden Reorganisationsaufwendungen zu erreichen.

Mit Material von dpa

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