Laser lösen empfindliche OLED-Foliendisplays vom Trägerglas. Der LASYS-Aussteller Trumpf hat für diesen Prozess ein neues Verfahren mit dem Festkörperlaser TruMicro 7370 entwickelt.
Laser lösen empfindliche OLED-Foliendisplays vom Trägerglas. Der LASYS-Aussteller Trumpf hat für diesen Prozess ein neues Verfahren mit dem Festkörperlaser TruMicro 7370 entwickelt. - Bild: Trumpf

Ein neues Feld für die Elektronikindustrie eröffnet sich Trumpf zufolge beim Laser-Lift-Off-Verfahren, beispielsweise für OLED-Displays. Gebogene starre Displays – und künftig frei biegbare – sind im Kommen, besonders für Wearables – smarte Geräte, die man beispielsweise als Brille oder Armband am Körper trägt. Dazu beschichten die Hersteller Trägerglasplatten mit Polyimid, das als Substrat für das flexible Display dient.

Auf diesen Kunststoff werden organische Leuchtdioden (OLEDs) aufgebracht. Nach den Beschichtungsprozessen löst ein Laserstrahl das OLED-Display von einer Glasplatte, die es während der Beschichtung gehalten hat. Der LASYS-Aussteller Trumpf entwickelte für diesen Prozess ein neues Verfahren mittels Festkörperlaser. "Anders als die für diese Anwendung bislang üblichen Excimer-Laser ist diese Strahlquelle sehr wartungsarm, erhöht die verfügbare Betriebszeit und senkt damit Produktionskosten. Die sehr kurzen Pulse machen den Prozess hocheffizient, denn ein einzelner Puls kann eine größere Fläche bearbeiten", fasst Trumpf-Experte Wieduwilt zusammen.

Weitere Potenziale für die Lasermikrobearbeitung sieht er insbesondere bei der Funktionalisierung von Oberflächen, der Tribologie, sowie dem Bearbeiten von Zukunftswerkstoffen wie Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (KFK), besonders für den modernen Leichtbau.