Leoni

Leoni hat im ersten Quartal mehr verdient und umgesetzt als erwartet. - Bild: Leoni

| von Stefan Weinzierl

Der Umsatz stieg um fast 11 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 52,9 Millionen Euro, was mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal war. Dabei profitierte Leoni auch von einem Einmalertrag von 5 Millionen Euro aus einer Vertrauensschadenversicherung im Zusammenhang mit einem 2016 aufgedeckten Internetbetrug.

Nach Steuern verdiente Leoni 33,6 Millionen Euro, fast zwei Drittel mehr als die im Vorjahresquartal erzielten 11,6 Millionen Euro.

Analysten hatten dem MDAX-Konzern einen Nettogewinn von 22 Millionen Euro und ein EBIT Von 44,1 Millionen bei Einnahmen von 1,16 Milliarden Euro zugetraut.

Leoni war vergangenes Jahr Opfer eines Internetbetrugs geworden, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge waren 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in der Folge die Jahresprognose kappen. Aktuell rechnet das Unternehmen nicht mehr damit, "substanzielle Gelder" aus dem Betrugsskandal zurück zu bekommen.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz auf rund 4,6 (Vorjahr: 4,4) Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht der Konzern zwischen 180 bis 200 Millionen Euro.

100 Jahre Leoni: Die Geschichte in Bildern