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Im Audi-Werk Ingolstadt sind nun zwei Hybrid-Lokomotiven der Firma Alstom unterwegs. - Bild: Audi

| von Gabriel Pankow

Bereits seit einem Jahr ist bei Audi in Ingolstadt eine Plug‑In‑Hybrid Lokomotive erfolgreich im Einsatz. Seit Oktober ist nun auch die zweite Hybrid‑Lok in Betrieb.

Beide übernehmen innerhalb des Automobilwerks auf 18 Kilometern Eisenbahnschienen den kompletten Schienengüterverkehr und Rangierdienst. Mit den beiden hochmodernen Loks gelangen Komponenten und Audi‑Modelle klimaschonend, effizient und rein elektrisch zu den Entladestellen und in die Montagehallen.

So stoßen die beiden Plug‑in‑Hybrid‑Loks pro Jahr bis zu 120 Tonnen weniger CO2 aus. Für den Standort Ingolstadt sei das ein weiterer Baustein auf dem Weg zur CO2‑neutralen Fabrik, wie das Unternehmen mitteilte. Außerdem leisten sie einen Beitrag zur weiteren Reduktion von Lärmemissionen am Standort – Mitarbeiter und Umwelt profitieren davon unmittelbar.

Seit Ende 2015 nutzt Audi die erste Hybrid-Lok. Die 1.000 PS starke Hybrid-Lokomotive der Firma Alstom ersetzt seit dem Standort Ingolstadt die bisherige Werklokomotive. "Unser Ziel ist eine rundum nachhaltige Logistik", sagte damals Johann Schmid, Leiter der Audi‑Werkeisenbahn Ingolstadt. "Die neue Bahntechnik sorgt für einen wirtschaftlichen, energieeffizienten und emissionsreduzierten Schienentransport. Verbunden mit modernster Fahrwerkstechnik setzt die Plug‑In‑Hybrid‑Lokomotive neue Maßstäbe im Rangierdienst und Schienengüterverkehr."

75 Rangiervorgänge pro Tag

Täglich kommen 15 Güterzüge am Ingolstädter Nordbahnhof für Audi an – beladen mit Pressteilen, Motoren und Getrieben sowie auslieferungsbereiten Autos aus anderen Audi‑Standorten. Ebenso treten in Ingolstadt produzierte Automobile per Bahn ihre Reise zum Kunden an.

17 Audi‑Lokführer arbeiten bei der Werkeisenbahn. Sie ordnen unter anderem die Waggons verschiedenen Hallen zu. Eine Werk‑Lokomotive absolviert täglich bis zu 75 Rangiervorgänge und kommt im Jahr auf durchschnittlich 3.800 Betriebsstunden. Die neue Lok fährt emissionsfrei in die Hallen und kann bis zu zwei Stunden am Stück rein elektrisch unterwegs sein. Ihre Batterie wird in den Pausen über einen Plug‑in‑Stecker mit CO2‑frei produziertem Strom geladen oder während der Fahrt über ein Dieselaggregat unterstützt.

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