Arbeiter in Arbeitskleidung mit Maske und Arbeitshelm. Dahinter Fabrik

Der Maschinenbau erholt sich von der Corona-Pandemie. - Bild: Quality Stock Arts - stock.adobe.com

Die Nachfrage nach Maschinen aus Deutschland boomt rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie. Bei den Unternehmen gingen im April satte 72 Prozent mehr Bestellungen ein als im schwachen Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Ein ähnlich starker Zuwachs liegt Jahrzehnte zurück. "Im Jahr 1981 hatten wir ein Plus von 100 Prozent, seitdem nie wieder so hohe Werte", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Eine Rolle spielte in diesem April allerdings auch der Basiseffekt, denn vor einem Jahr "lag wirkliches alles pandemiebedingt darnieder", erläuterte Wiechers. Das habe die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie beim Auftragseingang zu spüren bekommen. Die Bestellungen waren im April 2020 um 31 Prozent eingebrochen. Die Branche profitiere aktuell aber auch von dem Konjunkturaufschwung, der an Stärke gewinne, berichtete der Chefvolkswirt.

Die Bestellungen aus dem Inland legten im April um 60 Prozent zu, aus dem Ausland gingen 78 Prozent mehr Orders ein. Dennoch ist das Bild nicht ungetrübt. «Sorgen bereiten uns die aktuell sehr angespannten Lieferketten», sagte Wiechers. "Knapp ist letztlich alles, ob nun Stahl, Elektrikkomponenten oder sogar Lacke und Verpackungsmaterial." Hinzu komme nach und nach ein Fachkräftemangel. Probleme bei der Versorgung mit Materialien und Teilen belasten derzeit die Industrie weltweit.

Bestellungen legten um 34 Prozent zu

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Februar bis April legten die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent zu. Im Corona-Jahr 2020 hatte die deutschen Maschinenbauer den heftigsten Auftragsrückgang seit der Finanzkrise verzeichnet.

Die Branche geht davon aus, im laufenden Jahr den massiven Corona-Rückschlag zumindest teilweise wieder aufzuholen. Der VDMA rechnete zuletzt mit einem preisbereinigten Wachstum der Produktion von 7 Prozent, nach einem Einbruch von rund zwölf Prozent im Jahr 2020.

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