Containerschiff im Hafen

Ein Containerschiff wird im Hafen entladen: Der deutsche Maschinenbau lebt vom Export. - Bild: Pixabay

| von Gabriel Pankow

Das bedeutete eine Exportquote von 79,2 Prozent, gemessen an der gesamten Produktion, wie der VDMA in einer Pressemitteilung erklärt.

„Wir blicken auf ein sehr erfreuliches Handelsjahr 2018 zurück. Das Wachstum der Exporte zeigt, dass unsere mittelständische Industrie mit ihren High-Tech-Produkten auch in schwierigen Zeiten sehr gefragt ist, weil Kunden aus aller Welt diese Maschinen und Anlagen benötigen“, sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. „Aber die Dynamik spiegelt sich auch im Inlandsgeschäft wider. Die Maschinenimporte stiegen sogar um 7 Prozent.“

Das Rennen der beiden größten Exportmärkte für den Maschinenbau entschieden am Ende die USA knapp für sich. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten 2018 um 7,1 Prozent auf 19,25 Milliarden Euro zu. Das bedeutete einen Anteil von 10,8 Prozent an den gesamten Maschinenexporten.

Ganz knapp dahinter landete China mit einem Zuwachs von 9,6 Prozent auf 19,06 Milliarden Euro (Anteil: 10,7 Prozent). „Bei den Lieferungen in die USA profitierten die Maschinenbauer neben der guten Konjunktur in den Vereinigten Staaten auch von der dortigen Unternehmenssteuerreform und den deutlich verbesserten Abschreibungsbedingungen. In China wiederum sorgte das Programm ,Made in China 2025‘ abermals für eine rege Nachfrage“, erläutert Wortmann.

Die wichtigsten Märkte für den deutschen Maschinenbau

Größte Absatzregion blieb auch im vergangenen Jahr Europa. „Besonders erfreulich ist, dass die Lieferungen in die EU-Partnerländer um 6,6 Prozent auf 83,91 Milliarden Euro und damit überdurchschnittlich stark zulegen konnten. Hier gab es sicherlich einige Nachholbedarfe“, sagt der VDMA-Konjunkturexperte.

Die EU-Länder nahmen insgesamt 47,2 Prozent der deutschen Maschinenexporte auf. Wichtigster Partner ist hier traditionell Frankreich (plus 4,6 Prozent auf 11,55 Milliarden Euro, Ranglistenplatz 3). Starkes Wachstum zeigt seit einiger Zeit auch der Handel mit Polen; die Exporte in das östliche Nachbarland legten besonders kräftig um 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zu. Polen rückte im Ranking damit um einen Platz vor auf Rang 7 und überholte Österreich (plus 3,8 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro).

Zu einer insgesamt stärkeren Bedeutung Ost- und Mitteleuropas passt, dass Tschechien in der Exportrangliste auf Platz 9 noch vor Russland liegt (Rang 10). Die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich wurden im vergangenen Jahr nochmals um 5,1 Prozent auf 7,68 Milliarden Euro gesteigert. „Hier dürften Vorzieheffekte aufgrund des Brexits eine große Rolle gespielt haben. Unternehmen in Großbritannien haben ihre Lager aufgestockt oder Bestellungen vorgezogen“, erläutert Wortmann.

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