Werftmitarbeiter steht vor der riesigen Schiffsschraube eines Schiffs, was im Trockendock liegt.

Auch die Schiffbau-Industrie leidet unter der Krise. - Bild: AdobeStock/Idanupong

| von Gabriel Pankow

Der Bund habe sich grundsätzlich bereit erklärt, den Werften in Wismar, Rostock und Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern einen Überbrückungskredit über 190 Millionen Euro zu gewähren und damit die Finanzierung bis zum Jahresende sicherzustellen, hieß es am Donnerstag in Schwerin aus dem Finanzministerium des Landes. Gespräche dazu seien zuvor in Berlin geführt und bis auf wenige Details auch erfolgreich abgeschlossen worden. Zuvor hatte die 'Ostsee-Zeitung' über die bevorstehende Kreditgewährung berichtet.

Der Löwenanteil des Geldes soll dem Vernehmen nach für die Fertigstellung des in Stralsund gebauten eisgängigen Expeditions-Kreuzfahrtschiffes Endeavor eingesetzt werden. Das 164 Meter lange Schiff der Luxusklasse soll dem Kreditgeber als Sicherheit dienen.

Ziel der Landesregierung ist es, die Werften mit ihren mehr als 3.000 Beschäftigten unter den Rettungsschirm des Bundes zu bringen. Mit Hilfe von Krediten und Bürgschaften über etwa 500 Millionen Euro sollen die Schiffbaubetriebe über die Corona-Krise gerettet werden. Der Großteil der Werftarbeiter ist seit Monaten in Kurzarbeit.

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