Ein Lotus fährt über eine Brücke.

Lotus leidet wie die deutschen Autobauer auch unter der Corona-Pandemie. - Bild: Lotus Cars

| von Anja Ringel

Egal ob BMW, Opel oder Daimler: Die deutschen Autobauer ächzen momentan unter den Folgen der Coronakrise. Aber auch die britischen Unternehmen haben Probleme – zum Beispiel Lotus.

„Die Situation war herausfordernd, aber dank der überwältigenden Unterstützung unserer Mitarbeiter und Aktionäre kehren wir nun zur Normalität zurück, sagt ein Lotus-Pressesprecher auf Nachfrage von PRODUKTION. Es gebe momentan zwei Prioritäten. Die eine ist, sowohl die Mitarbeiter, als auch das Unternehmen selbst zu schützen. Der zweite Fokus ist bei Lotus momentan „preservation“. Soll heißen: Das Unternehmen will Arbeitsplätze in der Krise bewahren, genauso aber das Geschäft und natürlich auch die Marke, erklärt er Sprecher.

Inzwischen wurde auch das Thema Fortschritt zur Strategie hinzugefügt. „Als Weiterentwicklung und um Impulse für die Zukunft zu setzen“, erklärt Lotus.

Lotus-Produktion ist wieder gestartet

Wie auch bei den deutschen Autobauern, läuft die Produktion bei Lotus wieder. Das Werk in Hethel sei dabei wieder voll funktionsfähig, sagt der Pressesprecher. Die dortige Produktion wurde nach den Richtlinien der britischen Regierung Ende März geschlossen. Anfang Mai erfolgte dann die schrittweise Wiederaufnahme – nachdem eine Pilotwoche erfolgreich abgeschlossen wurde. Zurück zur Pre-Lockedown Produktion ging es dann Mitte Juni. Auch in den anderen Lotus-Werken in Norwich, Wellingborough und Worcester wird wieder gearbeitet.

Davor waren viele Mitarbeiter während des Lockdowns beurlaubt. Wie berichtet, hat Großbritannien aufgrund der Coronakrise eine Art Kurzarbeit eingeführt. Wenn Firmen ihre Beschäftigten in Urlaub schicken, weil es derzeit wenig Arbeit gibt, übernimmt der Staat einen Großteil des Gehalts. Fast alle beurlaubten Mitarbeiter seien inzwischen jedoch wieder zurück, erklärte der Lotus-Sprecher.

Das Lotus-Werk in Norwich
Lotus hat die Produktion in seinen Werken wieder hochgefahren. - Bild: Lotus Cars

Viele davon arbeiten jedoch weiterhin im Homeoffice – vor allem Beschäftigte, die am Hauptsitz tätig sind sowie in den Bereichen Ingenieurwesen oder Design. Damit folge Lotus der Anweisung der UK-Regierung, dass die Menschen, wenn möglich, im Homeoffice bleiben sollen. Die neue Arbeitsweise sei Dank Technologien wie Videokonferenzen sehr erfolgreich, erklärt der Sprecher.

Neben Corona hat Lotus in den vergangenen Tagen auch mit anderen Themen Schlagzeilen gemacht. So hat der Autobauer angekündigt, dass die Stahlherstellung und die Herstellung von Leichtbauwerken in ein neues Werk in Norwich verlagert werden soll. Das könnte 75 neue Arbeitsplätze schaffen. 

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