In den Opel-Werken Eisenach und Rüsselsheim soll die Produktion zurückgefahren werden

In den Opel-Werken Eisenach und Rüsselsheim soll die Produktion zurückgefahren werden. - Bild: Opel

| von Stefan Weinzierl

Das Unternehmen bestätigte, dass man die Produktionsplanung regelmäßig anpasse. Zu Details der internen Planungen wolle man sich aber nicht äußern. Laut Zeitung hat Opel bereits das Astra-Werk im polnischen Gliwice (Gleiwitz) gedrosselt, wo nur noch 25 statt 40 Autos pro Stunde vom Band laufen.

Bei gedrosselter Band-Geschwindigkeit ist üblicherweise dasselbe Personal an Bord. Einsparungen gibt es lediglich beim Materialeinsatz, während die Fix- und Personalkosten pro Auto steigen. Bei den Beschäftigten wachse angesichts der sinkenden Produktivität die Sorge um die Zukunft der Werke, hieß es in dem Bericht. Aus Arbeitnehmerkreisen war zu hören, dass der Betriebsrat mit alternativen Vorschlägen wie etwa einem koordinierten Überstundenabbau nicht durchgedrungen sei.

Keine Schließung bei Opel

PSA und Opel haben zugesichert, kein Werk zu schließen und bis 2023 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Auch wurden bereits Investitionen ausgelöst, etwa für die Umstellung Eisenachs auf den Geländewagen Grandland X inklusive einer Elektro-Version. Auf andauernden Unmut trifft aber der PSA-Plan, für große Teile des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums einen Käufer zu suchen. Bis zu 4000 Ingenieure müssten in diesem Fall den Arbeitgeber wechseln.

Opel hatte im ersten Halbjahr 2018 nach Kostenkürzungen erstmals seit langem wieder einen operativen Gewinn erzielt. Daneben drängt PSA die vor einem Jahr von General Motors übernommene Tochter, ihre Autos zu möglichst kostendeckenden Preisen zu vermarkten. Bestimmte Vertriebskanäle wie stark rabattierte Verkäufe an Mietwagenfirmen werden zurückgefahren. Opel soll auch nicht mehr so viele Wagen "auf Halde" produzieren, die dann mit starken Preisnachlässen in den Markt gedrückt werden müssten.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_pro" existiert leider nicht.