Rückkehr zum Vor-Corona-Alltag wieder weiter entfernt.

Eine Rückkehr zum Vor-Corona-Alltag ist für viele mittelständische Unternehmen und Selbstständige wieder weiter entfernt. (Bild: Markus Mainka - stock.adobe.com)

Personalausfälle infolge der Omikron-Welle setzen zu Beginn des Frühjahrs vielen mittelständischen Firmen in Deutschland zu. Bei einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW im März gaben 54 Prozent der Mittelständler an, generell von den Auswirkungen der Pandemie beziehungsweise den Corona-Beschränkungen betroffen zu sein. Das ist ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten oder hochgerechnet etwa 190.000 Unternehmen mehr im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im September 2021, wie die KfW am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Zahl der betroffenen Firmen liege damit bei 2,05 Millionen.

Besonders stark zugenommen haben demnach die Belastungen durch Personalausfälle wegen Erkrankungen und Quarantäne innerhalb der Belegschaft sowie durch die Abwesenheit von Beschäftigten aufgrund von Schul- und Kitaschließungen. In der Omikron-Welle sei rund jedes vierte kleine und mittlere Unternehmen davon betroffen - plus zehn Prozentpunkte verglichen mit September 2021.

Vor allem Unternehmen des Baugewerbes und des verarbeitenden Gewerbes, in denen Homeoffice nicht oder kaum umgesetzt werden kann, spüren den Angaben zufolge die Folgen der Corona-Pandemie wieder deutlich stärker als im Herbst.

Nach eigenen Angaben verbuchten 27 Prozent der Unternehmen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Eine Rückkehr zum Vor-Corona-Alltag ist für viele mittelständische Unternehmen und Selbstständige wieder weiter entfernt", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.

"Zudem setzt der Krieg in der Ukraine, verbunden mit direkt und indirekt spürbaren Sanktionsfolgen, vielen Firmen zu." Die Auswirkungen des Krieges seien derzeit allerdings kaum abschätzbar.

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dpa