Frau, die an einem Porsche Taycan lehnt.

Porsche-Mitarbeiter haben künftig mehr Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. - Bild: Porsche

| von Redaktion Produktion

Der Sportwagenbauer Porsche stellt seine Arbeitswelt deutlich um und gewährt Mitarbeitern mehr Möglichkeiten für mobiles Arbeiten. Künftig sei es möglich, an bis zu zwölf Tagen im Monat mobil zu arbeiten, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Automobilunternehmens am Sonntag. Betriebsrat und Geschäftsleitung hätten sich entsprechend geeinigt, bestätigte er einen Bericht der 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' (FAZ/Montag).

"Uns ist wichtig, dass wir hochmotivierte Mitarbeiter haben", sagte Porsche-Personalvorstand Andreas Haffner der FAZ. "Jeder Mitarbeiter kann arbeiten, wann, wo und wie er will – natürlich immer im Rahmen der betrieblichen und gesetzlichen Vereinbarungen und solange das Arbeitsergebnis stimmt. Er kann im Ferienhäusle in Oberbayern sitzen oder im Café nebenan, das ist uns letztlich egal." Eine Betriebsvereinbarung regelt nach FAZ-Angaben das Vorhaben. Mit dem Start ins mobile Arbeiten sollen Porsche-Mitarbeiter ein Technik-Paket erhalten, unter anderem mit einem großen Bildschirm.

Einige Bereiche sind ausgenommen

Einige Bereiche vor allem in der Produktion und Gastronomie seien von der neuen Vereinbarung ausgenommen, teilte Porsche mit. "Aber überall dort, wo es möglich ist, soll es auch genutzt werden", sagte ein Sprecher. Die Vereinbarung sei zwar zum 1. Mai geschlossen worden. Bis mindestens Ende Juni arbeiteten Porsche-Mitarbeiter nach einer pandemiebedingte Ausnahmeregelung aber eh an fünf Tagen in der Woche zu Hause.

Als Folge wird der Sportwagenbauer auch seine Bürowelten verändern. Zunächst soll die Bürofläche um rund ein Fünftel reduziert werden. Bis zum Jahr 2025 will Porsche nur noch für 60 Prozent der Büro-Mitarbeiter einen klassischen Schreibtisch vorhalten und darüber hinaus lediglich temporäre Arbeitsplätze bieten, wie Haffner sagte. Aktuell gilt die Betriebsvereinbarung laut FAZ erst für die Porsche AG mit rund 22.000 Mitarbeitern. Für die Tochtergesellschaften, darunter auch das Werk in Leipzig, werde noch verhandelt.

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