Die 787 kann nicht an Kunden übergeben werden.

Die 787 kann wegen verschiedener Produktionsmängel nicht an Kunden übergeben werden. (Bild: Florence Piot - stock.adobe.com)

Der US-Luftfahrtriese Boeing ächzt weiter unter Problemen beim wichtigen Langstreckenjet 787 "Dreamliner". Im Januar lieferte Boeing nach eigenen Angaben vom Dienstag insgesamt lediglich 32 Flugzeuge aus - der niedrigste Wert seit drei Monaten. Der Airbus-Rivale leidet schon länger darunter, dass die 787 wegen verschiedener Produktionsmängel nicht an Kunden übergeben werden kann. Boeing wartet weiter auf grünes Licht der US-Flugaufsicht.

Sonderbelastungen wegen des Modells - etwa für Ausgleichszahlungen aufgrund verzögerter Auslieferungen an Airlines - brockten Boeing im Schlussquartal bereits einen Verlust von 4,2 Milliarden Dollar ein. Von den 32 im Januar ausgebrachten Boeing-Jets entfiel der Großteil auf den Mittelstreckenflieger 737 Max, der nach zwei verheerenden Abstürzen über anderthalb Jahre lang mit Startverboten belegt war. Boeing verbuchte im Januar Aufträge für 77 Jets, 55 davon 737 Max.

Auftragspaket über bis zu 34 Milliarden Dollar

Der US-Konzern hatte zuletzt eine Großbestellung der arabischen Fluggesellschaft Qatar Airways erhalten, die mit Airbus im Clinch liegt. Das laut Listenpreisen bis zu 34 Milliarden Dollar schwere Auftragspaket umfasst 50 Frachtversionen des neuen Großraumfliegers 777X sowie zwei Maschinen der aktuellen Modellserie. Zudem habe Qatar Airways vorläufige Kaufvereinbarungen für 25 Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max sowie Optionen für weitere 25 abgeschlossen.

Airbus hat zum Jahresstart deutlich weniger neue Maschinen ausgeliefert als im Dezember. Im Januar seien 30 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben worden, teilte der Dax-Konzern am Dienstagabend in Toulouse mit. Im Dezember hatte der Hersteller in einem Schlussspurt 93 Maschinen ausgeliefert. Unterdessen sammelte Airbus im Januar neue Bestellungen über 36 Flugzeuge ein, musste jedoch auch 52 Stornierungen hinnehmen. Damit hatte der europäische Hersteller im vergangenen Monat das Nachsehen im Vergleich zu Boeing.

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dpa