IG Metall

Die IG Metall wird sich nicht an Spekulationen beteiligen. - Bild: IG Metall

Die IG Metall werde sich daher nicht an Spekulationen beteiligen. Köhlinger betonte stattdessen die Bedeutung des bei Opel im vergangenen Jahr abgeschlossenen Zukunftstarifvertrages, mit dem betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Juli 2023 ausgeschlossen seien. "Das bietet den Opel-Beschäftigten Sicherheit und Schutz. Die IG Metall wird sich angesichts der Fusion weiterhin für die Eigenständigkeit der Marke Opel und für die Identität von Opel einsetzen", erklärte Köhlinger in einer Mitteilung.

Sorge um deutsche Opel-Standorte

Bereits nach ersten Hinweisen auf eine mögliche Fusion mit dem US-italienischen Hersteller Fiat-Chrysler waren neue Sorgen um die Opel-Standorte laut geworden. Der Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen hatte auf Überkapazitäten bei Produktion und Entwicklung hingewiesen, die mit Fiat zusätzlich in den Konzern geholt würden. Dies werde auch die Überkapazitäten bei Opel neu in den Fokus stellen, wenn die deutschen Werke künftig auch noch mit den Fiat-Fabriken konkurrieren müssten.

Die Peugeot-Mutter PSA hatte Opel vor gut zwei Jahren vom US-Hersteller General Motors übernommen und seitdem eine harte Sanierung durchgezogen. Die Marke fährt wieder operative Gewinne ein, auch wenn die Produktionskosten laut der Opel-Mutter PSA immer noch über dem Konzernschnitt liegen. In den deutschen Werken unterzeichneten mehr als 6.000 Beschäftigte Verträge zu Altersteilzeit, Vorruhestand oder Abfindungen. Ursprünglich hatte die IG Metall nur einem Abbau von 3.700 Stellen zugestimmt. Im Bezirk Mitte stehen die wichtigen Opel-Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach.

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