Der Zoe: Renault Elektro-Hoffnungsträger

Der Zoe: Renault Elektro-Hoffnungsträger. - Bild: Renault

| von Gabriel Pankow

Zuvor hatte Renault nur mit einem etwa halb so starken Rückgang gerechnet. Der deutsche Zulieferer Continental ging im Mai noch von einem aufs Jahr gesehen stabilen Markt bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus, weil sich die Produktion im zweiten Halbjahr stabilisieren sollte. Kürzlich blickte allerdings der Zulieferer Schaeffler schon etwas pessimistischer in die Marktaussichten für das zweite Halbjahr als zuvor.

Vor allem der Einbruch im chinesischen Markt infolge von Zollstreitigkeiten zwischen den USA und Peking hatte der Branche vor einem Jahr einen Schlag versetzt. Im Juni legten die Absatzzahlen zuletzt nach einem Jahr der Flaute zwar wieder zu - Marktführer Volkswagen zögert aber noch, ob sich im wichtigsten Einzelmarkt der deutschen Autobauer eine nachhaltige Wende bei der Nachfrage abzeichnet. Den Wolfsburgern zufolge trieb auch eine anstehende Änderung bei Emissionsrichtlinien die Verkäufe nach oben.

Renault selbst verkaufte im ersten Halbjahr mit 1,94 Millionen Fahrzeugen 6,7 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen in Boulogne-Billancourt mitteilte. Vor allem in Afrika, dem Nahen Osten, Indien und China musste das Unternehmen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen Einbußen hinnehmen. In China hat Renault allerdings kein großes Standbein. Ein leichtes Plus im sonstigen Europa wog einen Rückgang im Heimatmarkt Frankreich auf. Der Konzern geht für seine eigenen Wagen in Europa 2019 von einem stabilen Geschäft aus - einen sogenannten "harten Brexit" ausgenommen.

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