Rheinmetall Automotive konnte sein Geschäftsvolumen 2017 spürbar erhöhen

Rheinmetall Automotive konnte sein Geschäftsvolumen 2017 spürbar erhöhen. - Bild: Rheinmetall Automotive

| von Stefan Weinzierl

Rheinmetall Automotive konnte sein Geschäftsvolumen 2017 spürbar erhöhen und erzielte einen Umsatz von 2.861 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 205 Millionen Euro oder 8 Prozent entspricht. Der Anstieg übertrifft damit deutlich das Wachstum der weltweiten Produktion von Light Vehicles in Höhe von 2,1 Prozent.

Der Umsatzzuwachs wird von allen drei Divisionen getragen. Mechatronics legte beim Umsatz im Berichtsjahr um 9 Prozent auf 1.621 Millionen Euro zu und verdankt dies einer hohen Nachfrage nach Produkten zur Emissions- und Verbrauchsreduzierung.

Die Umsatzerlöse der Division Hardparts stiegen um 5 Prozent auf 968 Millionen Euro, was ins-besondere auf eine Erholung der Nachfrage im Großkolbengeschäft zurückging. Das Handelsgeschäft der Division Aftermarket verzeichnete eine Steigerung um 11 Prozent auf 359 Millionen Euro.

Dabei blieben die Anteile der drei Divisionen am Umsatz der Sparte weitgehend unverändert. Mechatronics war mit einem Anteil von 55 Prozent (Vorjahr: 54 Prozent) innerhalb des Unternehmensbereichs Automotive auch im Geschäftsjahr 2017 die umsatz-stärkste Division. Der Umsatzanteil des Bereichs Hardparts belief sich auf 33 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent), Aftermarket trug wie im Vorjahr 12 Prozent zum Umsatz bei.

Das operative Ergebnis des Unternehmensbereichs Automotive erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 249 Millionen Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 26 Millionen Euro oder 12 Prozent. Zum operativen Ergebnis steuerte die Division Mechatronics mit 176 Millionen Euro den größten Anteil bei.

Mit einer operativen Umsatzmarge von 8,7 Prozent hat Automotive das bereits gute Vorjahresniveau der Sparte von 8,4 Prozent übertroffen. Unter Berücksichtigung eines Sondereffekts in Höhe von -22 Millionen Euro aus der Schließung des Kolbenwerks in Frankreich ergibt sich ein berichtetes EBIT in Höhe von 227 Millionen Euro.

Die chinesischen 50/50-Joint-Ventures des Unternehmensbereichs Automotive, deren Umsatz nicht bei Rheinmetall konsolidiert wird, haben sich im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich weiter entwickelt. Die Erlöse der Joint-Ventures sind in lokaler Währung um 7 Prozent auf 6.447 Millionen Renminbi Yuan gestiegen (2016: 6.037 Millionen Renminbi Yuan), bei einem allgemeinen Produktionswachstum im Bereich Light Vehicles in China von rund 2 Prozent.

Die in die Konsolidierung einbezogenen 100 Prozent-Tochtergesellschaften in China sind noch dynamischer gewachsen, ihr Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2017 um 21 Prozent au f969 Millionen Renminbi Yuan (2016: 798 Millionen Renminbi Yuan). In EUR haben sich die Erlöse der chinesischen Joint-Ventures um 2 Prozent von 825 MioEUR auf 845 MioEUR erhöht. Die 100 Prozent-Tochtergesellschaften konnten ihren Umsatz um 17 Prozent von 109 MioEUR auf 127 MioEUR steigern.

Ausblick

Der Umsatzverlauf im Unternehmensbereich Automotive wird entscheidend von der Konjunkturentwicklung in den bedeutenden Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien beeinflusst. Basierend auf den aktuellen Expertenprog-nosen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in diesem Jahr, die von einem Zuwachs von rund 2 Prozent ausgehen, erwartet Rheinmetall Automotive ein Um-satzwachstum von 3 Prozent bis 4 Prozent. Für das Automotive-Segment rechnet Rheinmetall im Geschäftsjahr 2018 bei einer stabilen Konjunkturentwicklung mit einer absoluten Ver-besserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von rund 8,5 Prozent.

Rheinmetall Automotive

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