Automotive Produktion

Rheinmetall peilt trotz Coronakrise schwarze Zahlen an. - Symbolbild: Adobe Stock/phonlamaiphoto

Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall wird optimistischer für das Autogeschäft. Rheinmetall sei auf den Neustart der Produktion bei seinen Automotive-Kunden nach dem branchenweiten Stillstand im Frühjahr gut vorbereitet gewesen, sagte Konzernchef Armin Papperger laut Mitteilung vom Freitag (05.11.). "Dadurch ist es uns bei Automotive im dritten Quartal gelungen, wieder ordentlich Fahrt aufzunehmen und die pandemiebedingten Einbußen teilweise zu kompensieren". Gleichzeitig sorgte das Rüstungsgeschäft für Stabilität. Am Kapitalmarkt war die Reaktion verhalten: Die Aktien sanken am Morgen mit dem Gesamtmarkt um 0,75 Prozent.

Der MDax- Konzern rechnet für die Autosparte 2020 nun mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang um 20 bis 23 Prozent sowie mit einem operativen Jahresergebnis von zehn bis 20 Millionen Euro. Bislang war bestenfalls ein Erreichen der Gewinnschwelle angepeilt worden.

Rüstungssparte auf Erfolgskurs

In der Rüstungssparte präzisierte Rheinmetall den Ausblick ebenfalls. Der Umsatz soll währungsbereinigt um rund sechs Prozent wachsen, nachdem bislang sechs bis sieben Prozent angepeilt worden waren. Die operative Ergebnismarge nun zehn bis elf Prozent erreichen. Zuvor hatte das Management hier rund zehn Prozent erwartet. Mit Blick auf das abgelaufene dritte Quartal fiel der Konzernumsatz trotz einer leichten Verbesserung des Automarktes im Jahresvergleich um rund sieben Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte hingegen um zwei Millionen auf 101 Millionen Euro zu, die entsprechende Marge verbesserte sich so um 0,6 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Dagegen sank der Überschuss von 60 auf 49 Millionen Euro.

Das Autogeschäft blieb dabei zwar hinter den Vorjahreswerten zurück, kehrte nach Bremsspuren durch die Corona Pandemie aber in die Gewinnzone zurück. Im zweiten Quartal hatten noch hohe Abschreibungen infolge der Pandemie die Sparte stark belastet und den Gesamtkonzern unter dem Strich in die roten Zahlen gerissen. Rheinmetall fertigt unter anderem Kolben, Pumpen und Ventile für Autos, aber auch Teile für Kältemittelkreislauf- und Abgassysteme. Im Militärgeschäft profitierte Rheinmetall erneut von der weltweit anhaltenden hohen Nachfrage nach Waffensystemen, Munition sowie Fahrzeugen und sicherte sich weitere Großaufträge. Zwar fielen die Erlöse im dritten Quartal ein wenig, das operative Ergebnis legte hingegen zu.

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