Angesichts der aktuellen Weltlage rechnet Rheinmetall (im Bild die Unternehmenszentrale) mit einem Anstieg der Nachfrage

Angesichts der aktuellen Weltlage rechnet Rheinmetall (im Bild die Unternehmenszentrale) mit einem Anstieg der Nachfrage. - Bild: Rheinmetall

| von Stefan Weinzierl

Nachdem der Umsatz der Rheinmetall-Rüstungssparte im vergangenen Jahr nur um drei Prozent auf gut 3 Milliarden angestiegen war, geht das Unternehmen für 2018 von einem Plus zwischen 12 und 14 Prozent aus. Zugleich sollen die Geschäfte profitabler werden. Rheinmetall stellt Kanonen für Panzer und Artillerie sowie Munition und andere Waffentechnik her.

Seinen Optimismus begründet Papperger unter anderem mit den Zielen der Nato-Staaten, künftig mehr Geld für ihre Armee auszugeben. Besonders Europa müsse mehr investieren. «Wir dürfen uns nicht nur auf Amerika verlassen oder warten, bis asiatische Kräfte hochwachsen - Europa muss eine Unabhängigkeit haben und auch Stärke zeigen», sagte der Manager. «Das hilft uns auch in der Industrie, weil eine starke Armee natürlich auch eine starke Ausrüstung braucht.»

Papperger verwies auf einen Auftrag aus Polen zur Modernisierung von 128 Leopard-Panzern für 220 Millionen Euro und einen Auftrag von Litauen über 88 Radschützenpanzer für 390 Millionen Euro. Erst am Vortag hatte Rheinmetall einen anderen Großauftrag verkündet: Australien kauft 211 Transportpanzer für umgerechnet 2 Milliarden Euro.

Zweites Standbein von Rheinmetall ist seine Kfz-Zuliefersparte, die ebenfalls auf Wachstumskurs ist - 2017 kletterten die Erträge um acht Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro.