Der Rüstungsriese BAE Systems - im Bild ein Eurofighter-Pilot mit Nachtsichtbrille - musste 2017 aufgrund einer Abschreibung einen Gewinnrückgang verzeichnen

Der Rüstungsriese BAE Systems - im Bild ein Eurofighter-Pilot mit Nachtsichtbrille - musste 2017 aufgrund einer Abschreibung einen Gewinnrückgang verzeichnen. - Bild: BAE

| von Stefan Weinzierl

Wachsende Rüstungsbudgets in mehreren Ländern lassen BAE-Chef Charles Woodburn hoffen. Dies sollte auch zu hohen Ausschüttungen an die Aktionäre führen.

Im abgelaufenen Jahr verdiente BAE Systems 884 Millionen britische Pfund (1,0 Mrd Euro) und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund war eine Abschreibung über 384 Millionen Pfund auf das Geschäft mit Aufklärungstechnik, für das sich die Gewinnaussichten verschlechtert haben. Der bereinigte operative Gewinn legte allerdings stärker zu als von Analysten erwartet. Seinen Jahresumsatz konnte BAE zwar um drei Prozent auf 19,6 Milliarden Pfund steigern - jedoch fast nur aufgrund von Währungseffekten. Der Auftragsbestand sank aus dem gleichen Grund leicht auf 41,2 Milliarden Pfund.

Die Anteilseigner sollen einschließlich der Schlussdividende eine Ausschüttung von 21,8 Pence je Aktie erhalten - zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

BAE Systems hatte im Oktober einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt - auch wegen fehlender Neuaufträge für den Kampfjet Eurofighter, der teilweise bei BAE gebaut wird. Insgesamt sollen bei dem Konzern nach damaligen Angaben 1925 Arbeitsplätze wegfallen. Am härtesten soll es die Militärflugzeug-Sparte treffen, in der rund 1400 von 12 500 Jobs auf der Streichliste stehen. Auch im Schiffsbau und dem Geschäft mit Computer-Sicherheit fallen Stellen weg.