Coilager in Salzgitter

Salzgitter konnte 2021 stark aufholen. (Bild: Salzgitter)

Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter hat die Verluste der Vorjahre abgestreift und 2021 wieder profitabel gewirtschaftet. Nach am Donnerstag (11.02.) vorgelegten vorläufigen Eckdaten hat das Unternehmen den Fehlbetrag von rund 196 Millionen Euro aus 2020 in einen Vorsteuergewinn von knapp 707 Millionen Euro gedreht. Damit stabilisierte sich die Lage weiter - im Geschäftsjahr 2019, noch vor der Coronakrise, waren die Niedersachsen mit 253 Millionen Euro in den roten Zahlen gewesen. Die anschließend empfindlich getroffene Stahlkonjunktur erholte sich inzwischen. Aber auch der Handelsbereich habe sich zuletzt gut entwickelt, so Salzgitter.

Sowohl bei gewalztem Flachstahl, der zum Beispiel zu Autoblechen verarbeitet wird, als auch bei Trägerstahl etwa für die Bauindustrie seien die Resultate erfreulich. Der nach Thyssenkrupp führende Hersteller in Deutschland wies jedoch ebenso auf anhaltende Risiken hin: Ein "nochmaliger pandemiebedingter Einbruch der Wirtschaft" sei zwar eher als unwahrscheinlich einstufen, umso mehr seien allerdings Faktoren wie die Energiepreis-Inflation oder die "aktuellen geopolitischen Risiken" zu beachten. Die künftige Rohstoffversorgung ist gerade mit Blick auf die Russland-Ukraine-Krise ein großes Thema.

Insgesamt könne im laufenden Jahr aus derzeitiger Sicht ein auf fast elf Milliarden Euro gesteigerter Umsatz gelingen, schätzt Salzgitter. Der Konzern nannte damit ein Ziel, das Finanzchef Burkhard Becker kürzlich im Rahmen der neuen Firmenstrategie bis 2025 als Mindestwert angepeilt hatte. 2021 erlöste Salzgitter etwa 9,8 Milliarden Euro.

2022 soll sich der Gewinn vor Steuern bei 600 bis 750 Millionen Euro einpendeln. Der ganze Bericht mit Angaben auch zum Nettoertrag folgt am 21. März. Zu den wichtigsten Investitionen zählt der Aufbau einer Stahlproduktion mit Wasserstoff statt klimaschädlicher Kokskohle.

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dpa