SAP will 2018 seine Marge steigern - auch durch das Cloudgeschäft

SAP will 2018 seine Marge steigern - auch durch das Cloudgeschäft. - Bild: SAP

| von Stefan Weinzierl

Das operative Ergebnis soll in diesem Jahr mit währungsbereinigt 8 bis 11 Prozent kräftiger zulegen als der Umsatz mit 5 bis 7 Prozent. 2017 war die operative Marge noch von 30 Prozent im Vorjahr auf 28,9 Prozent gesunken.

In den vergangenen Jahren hatte das schnell wachsende Geschäft mit Software zur Miete aus dem Internet die Ertragskraft belastet, weil die Cloudsoftware noch nicht so profitabel war und teure Investitionen für Rechnenzentren und maßgeschneiderte Kundenlösungen mit sich brachte. Den Gesamtumsatz will SAP 2018 auf 24,6 bis 25,1 Milliarden Euro steigern, hier soll die Cloudsparte auch weiter den Löwenanteil des Wachstums beisteuern mit einem Plus von bis zu 33 Prozent. Das operative Ergebnis soll auf zwischen 7,3 bis 7,5 Milliarden Euro klettern.

SAP klammert bei der Prognose Wechselkurseinflüsse aus. Zudem verwiesen die Walldorfer darauf, dass das operative Ergebnis allein wegen geänderter Bilanzierungsrichtlinien rund 200 Millionen Euro höher ausfallen dürfte als auf Basis alter Regeln. Damit liegen die Prognosewerte im Rahmen der Erwartung von Experten.

Ziele erreicht

SAP ist im traditionell starken Schlussquartal vom starken Euro gebremst worden. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieb im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum stabil bei 2,36 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit hat SAP operativ weniger verdient als von Analysten erwartet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent 6,81 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte wären der Erlös wie auch das operative Ergebnis dagegen um 6 Prozent gewachsen.

Die operative Marge ging auch im vierten Quartal zurück. Auf Basis konstanter Wechselkurse habe SAP im vierten Quartal hier aber die Trendwende eingeleitet, sagte Finanzchef Luka Mucic. Für das neue Jahr hat sich das Unternehmen zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen Anstieg der operativen Marge vorgenommen.

Größter Wachstumstreiber blieb bei SAP zum Jahresschluss das Geschäft mit Software zur Miete aus dem Internet, das sogenannte Cloudgeschäft. Unter dem Strich kletterte der Nettogewinn im vierten Quartal vor allem wegen niedrigerer Steuern um mehr als ein Fünftel auf 1,87 Milliarden Euro. Die Finanzziele für 2017 erreichte SAP mit den Ergebnissen.

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