Der Autozulieferer SHW - hier die Pulvermetallurgie in Aalen - hat nach eigener Aussage seine Ziele beim Umsatz un der EBITDA-Marge erreicht

Der Autozulieferer SHW - hier die Pulvermetallurgie in Aalen - hat nach eigener Aussage seine Ziele beim Umsatz un der EBITDA-Marge erreicht. - Bild: SHW

| von Stefan Weinzierl

"Wir haben unsere Produktions- und Geschäftsprozesse an unseren Standorten weiter verbessert", so Boshoff. Das Investitionsprogramm zur Internationalisierung der Pumpenaktivitäten werde konsequent umgesetzt. "Die beiden ersten Großserienanläufe an unserem chinesischen Standort Kunshan sind reibungslos vonstattengegangen. Das Prozess-Know-how der im August 2017 übernommenen Lust Hybrid-Technik GmbH bei elektronischen Leiterplatten wird uns bei der Entwicklung und Produktion von integrierten E-Pumpen erheblich voranbringen."

"Darüber hinaus haben wir entschieden, uns zukünftig noch stärker auf das Wachstumsfeld der hochwertigen Verbundbremsscheiben zu fokussieren und folgerichtig unseren 51-prozentigen Anteil am Joint Venture SHW Longji Brake Discs (LongKou) Co., Ltd. an unseren chinesischen Joint Venture Partner verkauft", erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Nicht zuletzt habe man einen neuen Konsortialkreditvertrag über 80 Millionen Euro abgeschlossen, der es dem Unternehmen ermögliche, das erwartete organische Wachstum der kommenden Jahre zu finanzieren und weitere Akquisitionen ins Auge zu fassen. "Insgesamt lässt sich feststellen, dass wir sämtliche Voraussetzungen geschaffen haben, um ab diesem Jahr wieder durchzustarten", so Dr. Boshoff.

EBITDA-Marge bei 10,3 Prozent

Der Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2017 wie erwartet mit 400,6 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 405,8 Millionen Euro. Ursächlich hierfür war der Geschäftsbereich Pumpen und Motorkomponenten.

Während sich die EBITDA-Marge des Geschäftsbereichs Pumpen und Motorkomponenten im Geschäftsjahr 2017 von 11,8 Prozent auf 12,2 Prozent weiter verbesserte, erreichte der Geschäftsbereich Bremsscheiben wegen gestiegener Einstandskosten für Schrott und Zuschlagstoffe und die damit verbundene, vertragsgemäß zeitverzögerte Anpassung der Materialteuerungszuschläge die Zielmarge von 10 Prozent nicht.

Darüber hinaus belasteten im administrativen Bereich - vor allem im zweiten und dritten Quartal - nicht wiederkehrende Kosten im Zusammenhang mit der Börsennotierung der SHW AG, Kundenprojekten sowie Akquisitionskosten das operative Ergebnis. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) verminderte sich insgesamt um 5,2 Prozent auf 41,3 Millionen Euro (Vorjahr 43,6 Millionen Euro). Die entsprechende EBITDA-Marge lag mit 10,3 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 10,7 Prozent.

Das Konzernjahresergebnis verringerte sich trotz niedrigerer Abschreibungen um etwas mehr als 12 Prozent auf 10,5 Millionen Euro (Vorjahr 12,8 Millionen Euro). Ursächlich hierfür war insbesondere ein Entkonsolidierungsverlust - bedingt durch Fremdwährungsumrechnungseffekte - in Höhe von 1,6 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf der Beteiligung an dem chinesischen Bremsscheiben Joint Venture. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,63 Euro (Vorjahr 1,99 Euro).

SHW AG

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