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Die Statistik zeigt die weltweiten Ölreserven nach Ländern im Jahr 2017. Zu den nachgewiesenen Erdölreserven zählen laut Angaben von BP im Allgemeinen Mengen, die nach geologischen und ingenieurtechnischen Informationen aller Wahrscheinlichkeit nach aus den heute bekannten Vorkommen und unter den derzeitigen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen künftig gefördert werden können.

Im Jahr 2017 verfügten die Vereinigten Arabischen Emirate beispielsweise über eine Ölreserve von rund 97,8 Milliarden Barrel. Das reicht für Platz 8 in unserem Ranking.

Weniger Erdöl und Erdgas in Deutschland gefördert

Die Förderung von Erdöl und Erdgas in Deutschland geht zurück. Erdgas soll helfen, die Klimaziele schneller zu erreichen. Doch dies ist nicht ganz unumstritten.

Die Förderung von Erdgas in Deutschland ist 2018 weiter zurückgegangen. Wie der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) am Dienstag in Hannover mitteilte, trugen deutsche Quellen nur noch 7,2 Prozent zur Versorgung des inländischen Erdgasmarktes bei. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 6,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas (2017: 7,3 Mrd Kubikmeter) und 2,1 Millionen Tonnen Erdöl (2017: 2,2 Mio Tonnen) gefördert.

Niedersachsen wichtigster Erdgasförderer Deutschlands

Die Erdgasförderung in Deutschland konzentriert sich nahezu vollständig auf Niedersachsen (96,3 Prozent). Schwerpunkte der Erdölförderung blieben Schleswig-Holstein (54,1 Prozent) und Niedersachsen (35,4 Prozent). Zum Jahresende 2018 lagen die Reserven bei 50,3 Milliarden Kubikmetern Erdgas und 29 Millionen Tonnen Erdöl.

BVEG-Hauptgeschäftsführer Ludwig Möhring sagte, die Diskussion rund um den Kohleausstieg habe "deutlich gemacht, dass Erdgas noch für Jahrzehnte gebraucht wird". Weltweit hielten die deutschen Förderunternehmen mit insgesamt 26,1 Milliarden Kubikmetern Erdgas und 10,3 Millionen Tonnen Erdöl ihre Produktion auf einem stabilem Niveau.

Erdgas und Erdöl werden in Deutschland vor allem zur Wärmeerzeugung und in der Industrie benötigt. Eine Nutzung der beiden Rohstoffe ist nicht unumstritten.

Warum Erdgas in der Kritik ist

Umweltverbände weisen regelmäßig darauf hin, dass auch Erdgas bei der Verbrennung das klimaschädliche Kohlendioxid erzeugt. "Erdgas ist ein Treibhausgas, kann aber übergangsweise im Stromsektor helfen, die Klimaziele zu erfüllen, da Kohle immer noch das größere Übel ist", erklärt ein Sprecher des Bundesverbands Erneuerbare Energie. Alternativen - darunter auch Biogas und synthetisch erzeugtes Gas sollten das fossile Erdgas möglichst schnell ersetzen.

Damit Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 und EU-Vorgaben einhalten kann, streitet die Bundesregierung über ein mögliches Klimaschutzgesetz. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte vorgeschlagen, den Treibhausgas-Ausstoß in Bereichen wie Verkehr, Industrie oder Landwirtschaft per Gesetz zu regeln. Bei der Union stößt dies bisher auf Widerstand.

Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 55 Prozent verringert werden. Dafür wurde Ende Januar nach langem Ringen auch der Kohleausstieg beschlossen. Nach dem für Ende 2022 geplanten Atomausstieg wird Deutschland dann ab spätestens 2038 als eines der ersten Industrieländer der Welt neben Erdgas fast komplett auf erneuerbare Energien setzen.

Umsatz-Ranking: Die Top 20 des deutschen Maschinenbaus 2017

Die Managementberatung Oliver Wyman und Produktion präsentieren die 20 erfolgreichsten Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 2017. Hier geht es zum Umsatz-Ranking.

Wintershall erzielt Produktionsrekord - Protest gegen Stellenabbau

Steigende Preise, höhere Produktion - für den Öl- und Gaskonzern Wintershall läuft es hervorragend. Ärger droht dem Unternehmen nur aus dem eigenen Haus. Ein geplanter Stellenabbau trotz Rekordproduktion empört die Belegschaft.

Der größte deutsche Öl- und Gas-Produzent Wintershall hat im vergangenen Jahr (2018) seinen Gewinn mit einem Produktionsrekord deutlich gesteigert. Trotzdem gab es bei Bekanntgabe der Ergebnisse am Donnerstag in Kassel Protest: Einige Mitarbeiter demonstrierten gegen den Abbau von Hunderten Stellen durch die Fusion mit dem Öl- und Gas-Unternehmen Dea. Der Wintershall-Vorstandsvorsitzende Mario Mehren verteidigte das Vorhaben: "Der Zusammenschluss mit Dea ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt."

Was Wintershall plant

Die BASF-Tochter will mit Dea zum größten unabhängigen europäischen Gas- und Ölunternehmen werden. Dabei fallen in beiden Konzernen insgesamt 1.000 von 4.200 Stellen weg. Wie sich der Abbau von 800 Jobs in Deutschland verteilt, hängt laut Mehren daran, wie viele Mitarbeiter in den Firmensitzen in Kassel und Hamburg Abfindungen annehmen.

Momentan ist Wintershall in Gesprächen mit dem Betriebsrat, die Ende Juni abgeschlossen sein sollen. Dann werde man auf Mitarbeiter zugehen. Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats bei Wintershall, Birgit Böl, zweifelte am sozialverträglichen Stellenabbau: Das sei in den vorgesehen 18 Monaten "schlichtweg unmöglich".

Wie viel Öl Wintershall fördert

Das Inkrafttreten der Fusion wird laut Wintershall im ersten Halbjahr 2019 erwartet. Der Konzern geht mit glänzenden Zahlen in den Zusammenschluss: "Wir haben 2018 einen Produktionsrekord mit einer Tagesförderung von bis zu 500.000 Barrel Öläquivalent aufgestellt", sagte Mehren. Dadurch sei 2018 mit einer Erdöl- und Erdgasproduktion von 171 Millionen Barrel (je 159 Liter) der Rekordwert des Vorjahres von 164 Millionen Barrel deutlich übertroffen worden.

Im Tagesgeschäft (Ebit) konnte Wintershall das Ergebnis um 798 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro fast verdoppeln. Der an BASF abgeführte Gewinn erhöhte sich um 69 Millionen auf 829 Millionen Euro. Ausschlaggebend seien neben höheren Produktionsmengen in Norwegen und Russland gestiegene Gas- und Ölpreise. Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent betrug 2018 durchschnittlich 71 US-Dollar (2017: 54 Dollar).

Nach der Fusion will Wintershall weiter wachsen: Die durchschnittliche Tagesproduktion des entstehenden Unternehmens wolle man dann um rund 40 Prozent auf künftig bis zu 800.000 Barrel innerhalb der nächsten vier Jahre steigern. Ärger durch die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 für russisches Gas nach Deutschland erwartet Mehren nicht. Der Bau schreite voran, neue EU-Auflagen hätten für Wintershall als Mitfinanzierer keine Auswirkung.

Ranking: Das sind die größten Stahlproduzenten in Deutschland

In Deutschland schlägt immer noch das Herz der Stahlproduktion, hier werden jährlich Millionen Tonnen von Stahl gefertigt. Welche Unternehmen die größten Stahlproduzenten hierzulande sind, zeigt unser Ranking.