Donald Trump, US-Flagge

Setzt weiter voll auf "America First": US-Präsident Donald Trump. - Bild: Pixabay

| von Gabriel Pankow

Trump erklärte im Rahmen der Unterzeichnung des Dekrets, dass diese Maßnahme ein „kräftiges Signal an die Welt“ sei, dass die USA ihre Arbeitskräfte und deren Jobs verteidigten. Das sei ganz im Sinne seines Credos „America First“. Konkret geht es um die sogenannten H-1B-Visa: Ausländische Fachkräfte müssen dafür neben entsprechender Qualifikation auch die Stellenzusage eines US-Unternehmens vorweisen. Das Visum gilt zunächst für drei Jahre und kann bei Bedarf verlängert werden.

Trump möchte nun die Vergabepraxis überarbeiten lassen. Er sagte im Rahmen seines Besuchs bei einem Werkzeughersteller in Wisconsin: „Im Moment werden H-1B-Visa bei einer komplett zufälligen Lotterie vergeben – das ist falsch.“ Sein Vorschlag: Nur noch die bestbezahltesten und qualifiziertesten Bewerber sollen die Visa bekommen. Ganz wichtig dabei sei: Diese Visa sollten niemals dazu genutzt werden, amerikanische Arbeitnehmer zu ersetzen.

Einer der Gründe warum sich Trump zu diesem Schritt entschieden haben könnte: Vergangenes Jahr stellten die USA insgesamt rund 180.000 dieser Visa aus, der Großteil davon ging an etwa 127.000 Inder. Aber eigentlich ist die Anzahl der Visa pro Jahr gesetzlich auf 85.000 beschränkt. Das heißt in der Praxis ist die Zahl dank verschiedener Ausnahmen deutlich größer. Durch das Dekret sind nun Justiz-, das Arbeits- und das Außenministerium sowie die Heimatschutzbehörde aufgefordert, neue Regeln auszuarbeiten.

Durch die neuen Regeln keine billigen Arbeitskräfte mehr ins Land kommen. Gemeint sind damit insbesondere die amerikanischen Tech-Konzerne wie Google, Apple oder Amazon. Wie das Handelsblatt berichtet, werben gerade diese Unternehmen aus dem Silicon Valley gezielt um gut ausgebildete, ausländische Fachkräfte.

Fehlt bald qualifiziertes Personal?

Die Folge: Wie das Handelsblatt berichtet, fürchten nun amerikanische Technologie-Konzernen um qualifiziertes Personal. Schließlich würden von den 500 umsatzstärksten US-Unternehmen etwa drei Viertel auf indische Fachkräfte zurückgreifen, schreibt die New York Times. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussgagen des indischen IT-Verbands National Association of Software and Services Companies (NASSCOM).

Die Technologie-Konzerne des Silicon Valley begründen ihr Vorgehen mit der geringen Anzahl amerikanischer Bewerber. Deshalb bleibe ihnen nichts anderes übrig, als sich um ausländische Fachkräfte zu bemühen.

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