VDA, Präsident, Matthias, Wissmann

VDA Präsident Matthias Wissmann sagt: "Mehr Protektionismus oder zusätzliche Handelsbarrieren würden den Vereinigten Staaten ebenso schaden wie ihren Handelspartnern." Bild: VDA

| von Gabriel Pankow

VDA-Präsident Matthias Wissmann sagt: "Was die Wahl von Donald Trump für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den USA konkret bedeutet, ist heute noch nicht vollständig erkennbar. Als Präsident der größten Volkswirtschaft trägt er große Verantwortung für sein Land, aber auch für die Weltkonjunktur und die internationalen Beziehungen." Schließlich sei eine stabile industrielle Basis ist nicht nur für Europa, sondern auch für die USA wichtig, damit das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaft – derzeit gekennzeichnet von positiven Faktoren wie Beschäftigungsaufbau, sinkender Arbeitslosigkeit und guter Lohnentwicklung – gesichert werde und weiter Fahrt aufnehmen könne.

"Mehr Protektionismus oder zusätzliche Handelsbarrieren würden den Vereinigten Staaten ebenso schaden wie ihren Handelspartnern", so Wissmann. Deswegen sei TTIP von besonderer Bedeutung. So hoffe der VDA, dass es auch mit Donald Trump weitere Impulse für die TTIP-Verhandlungen gibt.

Wissmann erklärt: "Die Automobilindustrie steht für den freien Welthandel. Der Zugang zu den internationalen Märkten und der Abbau von Handelsschranken sind zentrale Voraussetzungen für die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und damit für Wachstum und Beschäftigung." Sollte der Abschluss bilateraler Vereinbarungen künftig schwieriger werden, sollten die Bemühungen der Welthandelsorganisation gestärkt und neue Strategien für multilaterale Freihandelsabkommen entwickelt werden.

Zudem zeige die Wahl in den USA eines ganz deutlich: Der Wettbewerb der großen Industrienationen wird härter, das Ringen um industrielle Produktionsstandorte nehme zu. Wissmann: "Es steht zu befürchten, dass die USA unter ihrem neuen Präsidenten ebenso wie China vor allem auf ihre eigene Wirtschaft schauen – zu Lasten internationaler Beziehungen und Handelsströme."

Für Deutschland und Europa müsse das ein Signal sein, die eigene Wettbewerbsfähigkeit im Blick zu behalten und für ein politisches Umfeld zu sorgen, das Industrieproduktion unterstützt und nicht ausbremst. "So muss Deutschland sicherlich auch künftig eine umweltpolitische Vorreiterrolle spielen. Gleichzeitig gilt es aber, alles daran zu setzen, dass diese nicht zum Hemmschuh für die eigene Industrie wird und damit Wohlstand und Arbeitsplätze gefährdet", so Wissmann. In diesem Sinne wäre es richtig, dem Klimaschutzplan 2050 einen konkreten industriepolitischen Fahrplan 2050 an die Seite zu stellen.

Das sagen Unternehmen und Verbände zur Wahl von Donald Trump

Der Eintrag "freemium_overlay_form_pro" existiert leider nicht.