Produktionszuwachs von fünf Prozent. - Bild:  zorandim75 - stock.adobe.com

Für 2022 rechnet der VDMA mit einem um die Preissteigerungen bereinigten Produktionszuwachs von fünf Prozent. - Bild: zorandim75 - stock.adobe.com

Die deutschen Maschinenbauer werden nach Einschätzung ihres Verbandes VDMA bereits im kommenden Jahr die Coronakrise deutlich hinter sich lassen. Für 2022 rechnet Chef-Volkswirt Ralph Wiechers mit einem um die Preissteigerungen bereinigten Produktionszuwachs von fünf Prozent, wie der Verband am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im laufenden Jahr werden die Unternehmen nach erneut bestätigter Prognose sogar rund zehn Prozent mehr herstellen als im Krisenjahr 2020, aber damit den vorhergehenden Einbruch um 11,8 Prozent noch nicht ganz wettmachen können.

Die exportorientierte Industrie könnte nach eigener Einschätzung mit ihren gut gefüllten Auftragsbüchern noch schneller wachsen, kämpft aber inzwischen flächendeckend mit Material- und Lieferengpässen. In der jüngsten VDMA-Umfrage von Anfang September berichteten 81 Prozent der rund 600 teilnehmenden Unternehmen von merklichen oder gar gravierenden Beeinträchtigungen ihrer Lieferketten. Knapp sind vor allem elektrotechnische und elektronische Komponenten.

Rekordwert kann 2022 erreicht werden

Mehr als 70 Prozent der Betriebe wollen daher laut Umfrage ihre Beschaffung und Distribution umstellen. Mittel dazu sind unter anderem die Suche nach zusätzlichen Lieferanten, eine größere Lagerhaltung und alternative Lieferwege. Das Problem sei allerdings besser über die internationale Arbeitsteilung in den Griff zu bekommen als über eine Rückholung bestimmter Vorproduktionsstufen, meinte VDMA-Präsident Karl Haeusgen. Als weiteres schwerwiegendes Problem beim Produktionshochlauf nannten 61 Prozent der Betriebe den Fachkräftemangel.

Gemessen am nominalen Umsatz dürfte die Branche im laufenden Jahr mit 226 Milliarden Euro den Vorkrisenwert von 229 Milliarden Euro im Jahr 2019 noch verfehlen, lautet die weitere Prognose. Im Jahr 2022, in dem auch viele liegengebliebene Aufträge abgearbeitet würden, könnte dann der Rekordwert von 239 Milliarden Euro erreicht werden.

11. Deutscher Maschinenbau-Gipfel

Der Fixpunkt für den Maschinen- und Anlagenbau in diesem Jahr: Am 26. und 27. Oktober 2021 findet der 11. Deutsche Maschinenbau-Gipfel in Berlin statt. Es gibt viel zu besprechen: Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für die gesamte Branche? Welche Rolle kommt dem Maschinenbau beim Klimawandel zu? Wie muss Europas Handelspolitik beschaffen sein, damit unsere Export-Unternehmen im Kräftemessen zwischen China und den USA nicht den Kürzeren ziehen? Mit welchen Themen muss sich Deutschlands innovativste Branche jetzt beschäftigen, um Morgen weiter erfolgreich zu sein?

Prominente Vertreter aus Top-Unternehmen der großen Branchen Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemieindustrie geben Einblicke in ihre Strategien und Umsetzung und diskutieren mit Ihnen über die Zukunft der Industrie in Deutschland. Vertreter der Europa- und Bundespolitik ergänzen die Teilnehmer am Maschinenbau-Diskurs.

Weitere Informationen: www.maschinenbau-gipfel.de

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