Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 2,5 Prozent gesenkt. - Bild: j-mel - stock.adobe.com

Das Ifo-Institut hatte zuletzt wegen der Lieferprobleme seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 2,5 Prozent gesenkt. - Bild: j-mel - stock.adobe.com

Der erhebliche Teile- und Materialmangel in der deutschen Industrie hat nach Angaben des Ifo-Instituts nochmals deutlich zugenommen. In der monatlichen Konjunkturumfrage des Instituts klagte eine Rekordzahl von über drei Viertel der Unternehmen (77,4 Prozent) über Nachschubprobleme bei Vorprodukten und Rohstoffen, noch einmal mehr als im August (69,2 Prozent). "Der Flaschenhals auf der Beschaffungsseite wird immer enger", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, am Mittwoch. Deswegen wollten immer mehr Unternehmen die Preise erhöhen.

Am meisten unter Lieferengpässen leidet demnach derzeit die deutsche Autoindustrie, in der nahezu alle Unternehmen (96,7 Prozent) über Probleme berichteten. Im Maschinenbau waren es fast neun von zehn Unternehmen (89 Prozent), in der chemischen Industrie gut zwei Drittel (67 Prozent). Sogar die Getränkehersteller sind betroffen, wenn auch in geringerem Umfang - in dieser Branche meldeten laut Umfrage 38 Prozent der Firmen Engpässe. "Es sind viele Aufträge da, Unternehmen können diese gegenwärtig aber nicht produzieren", sagte Wohlrabe.

Das Ifo-Institut hatte zuletzt wegen der Lieferprobleme seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 2,5 Prozent gesenkt. Ursprünglich hatten die Münchner Ökonomen eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet.

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