Leopard Panzer

Der Leopard ist derzeit der Standard-Kampfpanzer der Bundeswehr. Doch schon bald soll dieser durch ein neueres Modell ausgetauscht werden. - Bild: KMWEG

Mit hervorragenden Geschäftszahlen im Rücken behält der Rüstungskonzern Rheinmetall die Übernahme des Konkurrenten Krauss Maffei Wegmann (KMW) im Visier. Man sei auf einem guten Weg, sagte Rheinmetall-Chef Armin Pappberger am in Düsseldorf: "Wir haben gesprochen und es gibt eine Bereitschaft, dass man Anteile bekommen kann." Es geht um den 50-Prozent-Anteil von KMW an der deutsch-französischen Rüstungsholding KNDS, die zur anderen Hälfte dem französischen Staatsunternehmen Nexter gehört.

Beide Firmen haben ihre Geschäfte in diese Holding eingebracht - kauft Rheinmetall den KMW-Anteil komplett, würde es den Münchner Konzern schlucken. Dies ist aber nur eine Option. "Es gibt unterschiedliche Modelle", sagte Pappberger. Der Düsseldorfer Konzern hatte schon in der Vergangenheit Interesse an der Münchner Firma bekundet, nun könnte er dieses Vorhaben umsetzen.

  • Auch die deutsche Luftwaffe ist auf der ILA 2018 zu Gast - unter anderem mit Stabsunteroffizierin Franzi S. vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel

    Auch die deutsche Luftwaffe ist auf der ILA 2018 zu Gast - unter anderem mit Stabsunteroffizierin Franzi S. vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel. - Bild: Messe Berlin

  • Der Airbus-A400M auf der ILA 2018.

    Der Airbus-A400M auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Ein Riese am Himmel: Die Antonow An-225 auf der ILA 2018.

    Ein Riese am Himmel: Die Antonow-An-225 auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Und noch ein Gigant mit Flügeln: Ein Airbus A380 der Emirates in Sonderlackierung.

    Und noch ein Gigant mit Flügeln: Ein Airbus A380 der Emirates in Sonderlackierung. - Bild: Messe Berlin

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    Dient der Luftraumüberwachung: Die Boeing E-3A-Sentry AWACS. - Bild: Messe Berlin

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    Ebenfalls kein Winzline: Die Boeing C-17A-Globemaster-III. - Bild: Messe Berlin

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    Die Boeing CV-22A Osprey ist besonders bei den US-Marines beliebt. - Bild: Messe Berlin

  • Eine CASA-C-101 der Patrulla Aguila, der die Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte, die ebenfalls auf der ILA 2018 zu Gast ist.

    Eine CASA-C-101 der Patrulla Aguila, der die Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte, die ebenfalls auf der ILA 2018 zu Gast ist. - Bild: Messe Berlin

  • Ein Eurocopter EC-135 der Bundeswehr in einer Vorführung auf der ILA 2018

    Ein Eurocopter EC-135 der Bundeswehr in einer Vorführung auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

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    Auch der Eurocopter Tiger zeigte auf der ILA 2018, was er kann. - Bild: Messe Berlin

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    Aus einer anderen Ära stammt das Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2. - Bild: Messe Berlin

  • Moderneres militärisches Fluggerät repräsentiert der Eurofighter Typhoon

    Moderneres militärisches Fluggerät repräsentiert der Eurofighter Typhoon. - Bild: Messe Berlin

  • Die Lockheed-Martin C-130J-Super-Hercules ist wohl eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Transportflugzeuge der Welt.

    Die Lockheed-Martin C-130J-Super-Hercules ist wohl eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Transportflugzeuge der Welt. - Bild: Messe Berlin

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    Der Mehrzweckhubschrauber NH90 zeigte auf der ILA 2018 ebenfalls sein Können. - Bild: Messe Berlin

  • Fast schon ein Klassiker der militärischen Luftfahrt: Der Panavia Tornado ECR

    Fast schon ein Klassiker der militärischen Luftfahrt: Der Panavia Tornado ECR. - Bild: Messe Berlin

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    A propos Klassiker: Der Sikorsky CH-53 auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Und hier gleich der enge Verwandte: Der Sikorsky CH-53 King Stallion.

    Und hier gleich der enge Verwandte: Der Sikorsky CH-53 King Stallion. - Bild: Messe Berlin

  • Über Jahrzehnte der zuverlässige Lastesel der deutschen Luftwaffe: Die Transall C-160

    Über Jahrzehnte der zuverlässige Lastesel der deutschen Luftwaffe: Die Transall C-160. - Bild: Messe Berlin

  • Auch der Westland Sea-Lynx MK88-A war auf der ILA 2018 zu Gast

    Auch der Westland Sea-Lynx MK88-A war auf der ILA 2018 zu Gast. - Bild: Messe Berlin

Airbus ist Vorbild von KNDS

KNDS steht für "KMW + Nexter Defence System". Nexter ist der Name des französischen Anteilseigners, der unter anderem Artillerie herstellt. Die Holding war 2015 gegründet worden, um künftige militärische Großprojekte gemeinsam zu stemmen.

Vorbild des Gemeinschaftsunternehmens ist der europäische Flugzeugbauer Airbus, Sitz der Holding ist Amsterdam. Passiert ist seit der Gründung von KNDS aber wenig. Künftig könnte das Unternehmen - nach einem Einstieg von Rheinmetall - einen komplett neuen Kampfpanzer entwickeln, der 2030 fertig sein könnte.

Knackpunkt für die Übernahme ist nach Darstellung vom Rheinmetall-Chef ein Vorkaufsrecht der Franzosen. Die Übernahme sei letztlich eine politische Angelegenheit, man verhandele mit der Bundesregierung und mit der französischen Regierung, sagte er. Der deutsche Manager deutete an, dass es in Paris noch Vorbehalte gebe: "Hier sind wir sehr stark abhängig davon, wie die französische Regierung entscheidet."

Europäischer Militärkonzern bisher von "Kleinstaaterei" geprägt

Würde Rheinmetall bei KNDS einsteigen, würde die deutsche Seite in dem Gemeinschaftsunternehmen wesentlich gestärkt. Branchenexperten zufolge könnte Rheinmetall auf lange Sicht eigenes Geschäft in die Holding einbringen, wodurch der Anteil der Düsseldorfer auf bis zu 75 Prozent steigen könnte.

Papperger sagte zwar, man wolle "am liebsten 51 Prozent" und damit die Mehrheit. Er räumte aber ein, dass dies aufgrund der Haltung Frankreichs schwierig sein dürfte. "Wenn wir unser Geschäft einbringen würden, würden wir sicherlich ein extremes Übergewicht haben." Juniorpartner wolle man aber nicht werden.

Starke Wettbewerber in den USA, Russland und China

Der Manager betonte die Dringlichkeit eines großen europäischen Militärkonzerns. Bisher sei die europäische Branche von "Kleinstaaterei" geprägt, was im globalen Wettbewerb mit Branchenriesen aus den USA, Russland oder China kein guter Weg sei.

Deutschland und Frankreich sind auf politischer Ebene schon seit längerem übereingekommen, bei neuen Militärprojekten künftig stärker zusammenzuarbeiten - ein neuer Kampfjet soll unter Führung der französischen Seite gebaut werden und ein neuer Kampfpanzer unter Führung der deutschen Seite.

Welche Firmen genau mitmachen, ist noch nicht fix. Von der Bundesregierung habe man aber vor zwei Wochen die Nachricht bekommen, Rheinmetall solle "eine entscheidende Rolle" spielen. Das Umsatzvolumen des Kampfpanzers der Zukunft - im Branchensprech "Main Ground Combat System" genannt - schätzt der Konzern auf 100 Milliarden Euro.

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KMW und Rheinmetall bislang Geschäftspartner

KMW mit Sitz in München ist ein Familienunternehmen, von ihm stammt zum Beispiel die Karosserie des Leopard-Panzers, dessen Kanone wiederum ist von Rheinmetall. Die beiden Firmen sind bisher also nicht nur Konkurrenten, sondern mitunter auch Geschäftspartner.

Unterdessen legte Rheinmetall Geschäftszahlen vor, die in der Rüstungssparte sehr positiv ausfielen - in diesem Bereich kletterte der Umsatz 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro. 2019 soll das Plus sogar bei neun bis elf Prozent liegen. Grund: Die weltweit steigende Nachfrage nach Militärgütern. Rheinmetall stellt unter anderem Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her. Schwach lief es hingegen in der Autozulieferer-Sparte des Konzerns.

Warum Saudi-Arabien für Unmut sorgt

Für Unmut sorgte das Thema Saudi-Arabien. Dorthin wollte Rheinmetall 120 Militärlaster mit Anhängern liefern, die Exportgenehmigung für den 136-Millionen-Euro-Auftrag liegt nach Angaben der Firma längst vor. Doch die Bundesregierung bat darum, vorerst noch zu warten - dieser Bitte kam Rheinmetall nach. Sollte aber tatsächlich die Exportgenehmigung entzogen werden, würde man Entschädigung verlangen, stellte Pappberger klar - auf so einen im Gesetz geregelten Ausgleich könnte er als Chef einer Aktiengesellschaft gar nicht verzichten.

Vor der Exportstopp-Bitte aus Berlin wurden nur 10 Militärlaster in das arabische Land geliefert. Saudi-Arabien sei mit ihnen sehr zufrieden, zukünftig könnte es vielleicht noch mehr wolle als die bestellten 120, sagte der Firmenchef.

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Video: Das ist der Kampfpanzer Leopard 2A6