Geldscheine und Münzen liegen auf einem Tisch, daneben liegt eine Tastatur.

Der DIHK fordert bei Staatshilfen ein schnelleres Tempo. - Bild: Adobe Stock/Zerbor

| von Anja Ringel

"Nicht nur die Bekämpfung des Corana-Virus, auch der Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen ist ein Wettlauf mit der Zeit", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der schwindenden Liquidität sei die drohende Insolvenz ein Damoklesschwert für viele Betriebe.

"Mutige Entscheidungen jetzt werden sich später für das ganze Land auszahlen, denn sie können Zehntausende Unternehmen das Überleben und dem Staat auch später wieder entsprechende Einnahmen sichern", sagte Schweitzer. Das angekündigte Maßnahmenpaket der Bundesregierung brauche deshalb mehr Tempo, damit es noch rechtzeitig bei den betroffenen Betrieben ankomme.

"Deren Zahl wird ja mit jeder neuen Einschränkung immer größer. Bei den Finanzhilfen, Krediten und Steuerstundungen zählt jeder Tag", sagte Schweitzer. "Denn die Liquidität zerrinnt in den Betrieben extrem schnell, wenn ihr Umsatz durch die behördlichen Vorgaben quasi über Nacht von 100 auf Null gesetzt wird."

Coronavirus: Bundesregierung kündigt Kreditprogramme an

Die Bundesregierung hatte am vergangenen Freitag unbegrenzte Kreditprogramme für Firmen angekündigt. Außerdem soll es eine Stundung von Steuern und Abgaben geben. Bund und Länder hatten am Montag drastische Einschnitte im öffentlichen Leben beschlossen, eine Vielzahl von Geschäften soll schließen.

Schweitzer forderte schnell wirkende praktische Regelungen. "So könnten die Finanzämter einfach den Steuereinzug bei Unternehmen zumindest bis Ostern komplett aussetzen. Der Staat kann das verkraften, das einzelne Unternehmen kann es oft nicht. Auch die Finanzhilfen über Bürgschaftsbanken und KfW sollten schnell und für die Betriebe ohne viel Bürokratie funktionieren." Neben Krediten und Finanzhilfen sei die unbürokratische Verlängerung der Frist für die Insolvenzanzeige ganz wichtig.