Am vergangenen Wochenende hatte ein Angriff auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien zu einem Ausfall der Ölproduktion in dem führenden Opec-Land von 5,7 Millionen Barrel pro Tag geführt. Der Angriff hatte einen Preisschock an den Ölmärkten ausgelöst.

Im internationalen Ölhandel sind nach Aussage der Internationalen Energieagentur (IEA) allerdings keine Engpässe nach dem Angriff zu befürchten. "Der globale Ölmarkt bleibt gut versorgt", versicherte die Agentur in einer am Mittwoch in Paris veröffentlichten Mitteilung.

Der Interessenverband führender Industriestaaten machte dennoch deutlich, dass man bei einem längeren Angebotsausfall bereit sei, schnelle Maßnahmen zu ergreifen.

Die IEA verwies in der Mitteilung auf die aktuellen Notreserven der Mitgliedsstaaten, die schnell eingesetzt werden könnten. Diese staatlichen Reserven hätten derzeit ein Volumen von insgesamt etwa 1,55 Milliarden Barrel. Diese Menge reiche aus, um den weltweiten Verbrauch für 15 Tage zu decken.

Darüber hinaus verfügen die Ölunternehmen der Mitgliedsstaaten über Lagerbestände in einem Volumen von 2,9 Milliarden Barrel. Diese Menge sei ausreichend, um die weltweite Nachfrage für mehr als einen Monat zu decken. Innerhalb dieser Reserve der Ölindustrie sei ein Anteil von 650 Millionen Barrel ebenfalls für Notfälle reserviert.

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