| von Gabriel Pankow

Zu den Absteigern des Wirtschaftsjahrs 2019 zählt auch Adam Neumann: Der 40-Jährige Gründer des Büroraum-Anbieters WeWork sah sich bereits als Chef als eines börsennotierten Unternehmens, das Dutzende Milliarden Dollar wert ist.

Mitarbeiter sitzen auf der Straße, Börsengang abgesagt

Doch der Börsengang wurde abgesagt, nachdem bei US-Börsenaufsicht und Anlegern massive Zweifel am Geschäftsmodell aufkamen. Neumann musste gehen, unter anderem nachdem bekannt wurde, dass er den Markennamen We für mehrere Millionen Dollar an seine eigene Firma verkaufte.

Für ihn gibt es trotz des Debakels ein dickes finanzielles Polster: Während 2.400 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, wurde ihm der Abschied von der Firmenspitze mit einem mehr als einer Milliarde Dollar versüßt.

Die mächtigste Frau der Finanzwelt

Sie zählt hingegen zu Aufsteigern des Jahres: Christine Lagarde. Die Französin ist seit November die erste Frau an der Spitze der Europäischen Zentralbank. Die Juristin ist keine Ökonomin und sammelte auch keine Erfahrung in der Führung einer nationalen Notenbank.

Doch Lagarde navigierte vor einem Jahrzehnt als französische Finanzministerin durch die globale Finanzkrise und spielte danach an der Spitze des Internationalen Währungsfonds eine Schlüsselrolle bei den Rettungsbemühungen für Griechenland.

Den neuen Job übernimmt die 63-Jährige in einer schwierigen Zeit: Die Zinspolitik der EZB ist umstritten, genauso wie der Kurs, in großem Stil Staatsanleihen aufzukaufen.