Ein Roboter im Einsatz

Würth Industrie Service konnte seinen Umsatz 2019 steigern. - Bild: Archiv Würth Industrie Service GmbH & Co. KG

| von Anja Ringel

Würth Industrie Service verzeichnete 2019 einen Umsatz von 582 Millionen Euro, was einer Steigerung von 2,5 Prozent entspricht. 2019 feierte die Würth Industrie Service außerdem sein 20-jähriges Firmenjubiläum. Innerhalb der Würth-Gruppe hat sich die Würth Industrie Service einer Pressemitteilung zufolge auf individuell zugeschnittene, logistische Beschaffungs- und Dienstleistungskonzepte wie scannerunterstützte Regalsysteme, automatisierte elektronische Bestellsysteme oder eine Just-in-time-Versorgung mittels Kanban-Behältersystemen spezialisiert.

Mit über 20 Jahren Expertise hat sich das Unternehmen nach eigener Aussage als ein C-Teile-Partner für die Industrie etabliert. Mit der Erweiterung um das Tätigkeitsfeld Additive Manufacturing (3D-Druck) erfolgte der Ausbau des bisherigen C-Teile-Spektrums um weitere Produktgruppen. Sie bilden die Basis für die direkte Belieferung der Kunden weltweit sowie für die vernetzten C-Teile-Lösungen in der Beschaffung, in der Intralogistik, am Montageplatz, an der Fertigungslinie oder in der Instandhaltung.

Fertigungslinien werden immer flexibler und die Digitalisierung immer selbstverständlicher. Vernetzte und aufeinander abgestimmte Logistikabläufe bilden den Ausgangspunkt für Industrie 4.0 im modernen C-Teile-Management. Im Fokus der Würth Industrie Service stehen Prozesse und Systeme, die mit digitalen Lösungen effizienter, sicherer und anwenderfreundlicher gestaltet werden sollen. "Es ist die Interaktion, die Industrie 4.0 auszeichnet. Die Interaktion von Mensch und Maschine, das Zusammenspiel des Menschen in einer mit ihm vernetzten Systemwelt",  sagt Stefan Reuss, Geschäftsleitung Digital Solutions und IT der Würth Industrie Service.

So investiert Würth in die Zukunft

Das Logistikzentrum für Industriebelieferung in Europa, das der Würth Industrie Service in Bad Mergentheim, bildet den Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten. Für eine maximale Versorgungssicherheit und höchste Produkt-, Service- sowie Systemqualität investierte das Unternehmen einer Pressemitteilung zufolge  im Jahr 2019 rund 60 Millionen Euro in die Zukunft des Industriepark Würth.

Der Ausbau des Logistikzentrums der Würth Industrie Service nahm Form an. Insgesamt wurden damit von 2018 bis 2020 160 Millionen Euro in die Erweiterungsmaßnahmen für die Versorgungssicherheit der europaweiten Kunden gesteckt.  Zudem wurden Maßnahmen für die Straßenverlegung getroffen, um den alten Weg im Unterbürgerwald als Zufahrt für LKW zum Gelände im Einbahnverkehr zu nutzen und dort einen Großparkplatz für Lastwagen zu errichten. Seit November 2019 ist die LKW Zufahrt nun geöffnet. Insgesamt flossen seit den Aufbaujahren bis heute Investitionen von über 330 Millionen Euro in den Standort und das Logistikzentrum.

Der Industriepark von Würth in Bad Megesheim.
Würth investierte rund 60 Millionen Euro in die Zukunft seines Industrieparks in Bad Mergentheim. - Bild: Archiv Würth Industrie Service GmbH & Co. KG

Würth: Das sind die Schlüssel zum Erfolg

„Wir sehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Schlüssel zu weiterem Erfolg.“, so Rainer Bürkert, Geschäftsbereichsleiter der Würth-Gruppe und Geschäftsführer der Würth Industrie Service. „Sie sind es, die den unternehmerischen Erfolg gemeinsam vorantreiben.“ Die Anzahl der Arbeitsplätze beläuft sich aktuell auf über 1.700. In 18 Berufsbildern durchlaufen 200 Mitarbeiter eine Ausbildung oder ein Duales Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, was einer Ausbildungsquote von zwölf Prozent entspricht.

Die Entwicklung der Arbeitswelt in Richtung Industrie 4.0 fordert neue Berufsbilder. Deshalb konzentriert sich das Unternehmen auf das Anpassen von Lerninhalten sowie auf die Entwicklung neuer Ausbildungsberufe und Studiengänge, und das in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Kontinuierliche Entwicklung im Würth Industrial Network

Eine kontinuierliche Entwicklung zeigte sich 2019 ebenso im Würth Industrial Network (WINWORK). In über 56 Gesellschaften in mehr als 40 Ländern mit über 5.000 Mitarbeitern. So konnte eine flächendeckende, persönliche Beratung sowie eine reibungslose Übermittlung aller wichtiger Informationen auf einem einheitlich hohen Qualitäts- und Systemstandard erfolgen, teilt das Unternehmen mit. In Summe konnte im vergangenen Geschäftsjahr weltweit ein Umsatz von 1,679 Milliarden Euro erzielt werden.