Finanzrechner

Neben dem Kredit bei der Hausbank stehen Industrieunternehmen heute eine Vielzahl von Finanzierungsalternativen zur Verfügung. - Bild: Pixabay

| von Stephan Heller, CEO von FinCompare

Maschinen, Fertigungsstraßen oder die Erweiterung des Produktionsgebäudes sind teuer. Bei der Finanzierung waren Unternehmen bislang vor allem auf die Banken vor Ort angewiesen. Da der Markt für Kredite und sonstige Finanzierungsmöglichkeiten noch immer intransparent, schwerfällig und eher eindimensional ist, bleibt den Unternehmen oft nichts anderes übrig, als das Angebot der Hausbank anzunehmen und den nächsten Kreditvertrag abzuschließen. Denn welcher Unternehmer in München weiß schon, dass eine Bank oder Factoring-Gesellschaft in Hamburg für diesen Fall die deutlich bessere Alternative darstellt?

Finanzierung ohne Papier-Aufwand

Diese regionale Beschränkung gehört mit der Digitalisierung der Vergangenheit an. Dank des Internets ergeben sich für Unternehmen heute völlig neue Möglichkeiten. Der gesamte Finanzierungsprozess für KMU kann mittlerweile digital und mit geringem Papier-Aufwand abgewickelt werden. Räumliche Entfernungen spielen keine Rolle mehr, der Markt wird deutlich transparenter und vielfältiger. Auf bankenunabhängigen Finanzierungsplattformen im Internet wie FinCompare stehen neben Bankkrediten viele weitere Finanzierungsoptionen offen, vom Leasing über Factoring bis hin zur Einkaufsfinanzierung.

Denn nicht immer ist der Bankkredit die ultimative Lösung, die Unternehmensfinanzierung sollte immer so flexibel sein wie die individuelle Situation. Bis zu 250 Finanzierungspartner (von Banken über alternative Finanzierer bis hin zu jungen Finanztechnologie-Unternehmen), deren Angebote von Herstellern und Vendoren innerhalb kürzester Zeit geprüft, bewertet und vorgeschlagen werden können, stehen bei FinCompare zur Auswahl.

Nach der Anmeldung und bei einer Finanzierungsanfrage muss das Unternehmen nur einmal die relevanten Unterlagen zur Verfügung stellen, darunter die Jahresabschlüsse der letzten beiden Geschäftsjahre und die aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung inkl. Summen- und Saldenliste. Die zeitintensiven Vorgespräche mit den einzelnen Anbietern kann es sich dagegen sparen.

Mehr Liquidität durch Factoring

Welche modernen Finanzierungsmöglichkeiten KMUs zur Verfügung stehen, zeigt folgendes fiktives Beispiel: Bei einem Industrieunternehmen mittlerer Bonität sind im laufenden Jahr ausstehende Forderungen an seine Kunden in Höhe von 9,3 Mio. Euro aufgelaufen. Der Geschäftsführer ist es längst leid, die Kunden immer wieder ans Bezahlen zu erinnern. Schon länger denkt er über einen Verkauf der Forderungen nach, auch Factoring genannt. Bei seinen Recherchen nach den Voraussetzungen und passenden Anbietern stößt er im Internet auf das Angebot von FinCompare.

Nachdem er die Jahresabschlüsse der letzten beiden Jahre, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung, die Liste der offenen Posten, die betroffenen Rechnungen und den Vertrag seiner Warenkreditversicherung über das Portal hochgeladen hat, wurden diese zunächst auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft. Anschließend schickte sie der Finanzierungsberater an geeignete Partner weiter – anonymisiert, sodass die Daten keine Rückschlüsse auf das anfragende Unternehmen zulassen.

Innerhalb von wenigen Tagen lagen dem Geschäftsführer drei maßgeschneiderte Angebote vor, und nach Rücksprache mit seinen Kollegen aus der Geschäftsführung und im Austausch mit seinem Finanzierungspartner entschied er sich am Ende für das Angebot eines echten Full-Service-Factorings im offenen Verfahren. Es umfasst die Übernahme des Debitorenmanagements inklusive des Mahn- und Inkassowesens sowie ein Ausfallschutz für die abgetretenen Forderungen. Aus dem Factoring erhielt der Mittelständler 1,5 Mio. Euro an zusätzlicher Liquidität. Die Kosten für das Factoring-Verfahren, die unter anderem vom Geschäftsvolumen, der Branche, der Bonität der Schuldner und des Leistungsumfangs abhängen, beliefen sich am Ende auf 3.000 Euro.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten zur Auswahl

Neben Factoring hätte sich das Unternehmen die notwendige Liquidität auch über den klassischen Firmenkredit, Einkaufs- oder gar Lagerfinanzierung holen können. Der Vorteil beim Full-Service-Factoring ist, dass das Unternehmen die Verantwortung für das Eintreiben der Forderungen komplett abgeben und sich sogar gegen den Ausfall der Forderungen absichern kann.

Das hat den Geschäftsführer am Ende überzeugt, sodass er sich für diese Variante entschieden hat, zumal er dadurch auch seine überlastete Finanzbuchhaltung spürbar entlasten konnte. Mit dem Geld aus dem Factoring konnte er endlich die dringend benötigte Maschine anschaffen. Die nächste wird er übrigens nicht mehr kaufen, sondern leasen. Sein Finanzierungsberater hat ihm schon mal die Vorteile erklärt und eine Beispielrechnung vorgelegt.

Ranking: Die größten Fabriken der Welt

Mit einer Fläche von bis zu 6,5 Millionen Quadratmetern sind die größten Werke der Welt so groß wie eine Kleinstadt. Von Samsung bis Volkswagen - wir haben ein Ranking der 10 größten Fabriken zusammengestellt. Zum Ranking.