• Offiziell wurde Leoni 1917 gegründet. Doch die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier damit beginnt, in Nürnberg so genannte Leonische Waren herzustellen: vergoldete und versilberte Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet werden. - Bild: Leoni

    Offiziell wurde Leoni 1917 gegründet. Doch die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier damit beginnt, in Nürnberg so genannte Leonische Waren herzustellen: vergoldete und versilberte Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet werden. - Bild: Leoni

  • Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt Joseph-Marie Jacquard den mechanischen Webstuhl technologisch weiter. Mit dieser Vorrichtung können Leonische Waren erstmals in großgemusterte Gewebe eingebracht werden.  - Bild: Leoni

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt Joseph-Marie Jacquard den mechanischen Webstuhl technologisch weiter. Mit dieser Vorrichtung können Leonische Waren erstmals in großgemusterte Gewebe eingebracht werden. - Bild: Leoni

  • Die Herstellung Leonischer Waren boomt bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die glitzernden Gespinste und dekorativen Perldrähte sind im klerikalen, aber auch im zivilen Bereich gefragt. Die Region Nürnberg ist ein Zentrum dieses Gewerbes. Doch ein Modewandel und die Folgen des 1. Weltkriegs führen zu einem dramatischen Rückgang der Produktion: Textilprodukte wie Bourdon, Gallon, Brokat, Quasten oder Fransen sind kaum mehr gefragt. - Bild: Leoni

    Die Herstellung Leonischer Waren boomt bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die glitzernden Gespinste und dekorativen Perldrähte sind im klerikalen, aber auch im zivilen Bereich gefragt. Die Region Nürnberg ist ein Zentrum dieses Gewerbes. Doch ein Modewandel und die Folgen des 1. Weltkriegs führen zu einem dramatischen Rückgang der Produktion: Textilprodukte wie Bourdon, Gallon, Brokat, Quasten oder Fransen sind kaum mehr gefragt. - Bild: Leoni

  • Leoni verlegt den Produktionsschwerpunkt in den 1920er Jahren zunächst auf elektrische Drähte und Litzen. Am traditionsreichen Standort in Roth gewinnt dann die Fertigung von Lackdraht und isolierten Kabeln an Bedeutung. Noch immer ist die Verarbeitung des Rohmaterials Kupfer eine harte Arbeit. Im Walzwerk ist Muskelkraft nötig.  - Bild: Leoni

    Leoni verlegt den Produktionsschwerpunkt in den 1920er Jahren zunächst auf elektrische Drähte und Litzen. Am traditionsreichen Standort in Roth gewinnt dann die Fertigung von Lackdraht und isolierten Kabeln an Bedeutung. Noch immer ist die Verarbeitung des Rohmaterials Kupfer eine harte Arbeit. Im Walzwerk ist Muskelkraft nötig. - Bild: Leoni

  • Die Mitarbeiter am Standort Roth verarbeiten tonnenweise Kupfer, indem sie das Ausgangsmaterial in zahlreichen Arbeitsschritten zu immer dünneren Drähten herunterziehen. Je feiner der Draht, desto größer die Flexibilität der Litze, die aus mehreren Drähten verdrillt wird. - Bild: Leoni

    Die Mitarbeiter am Standort Roth verarbeiten tonnenweise Kupfer, indem sie das Ausgangsmaterial in zahlreichen Arbeitsschritten zu immer dünneren Drähten herunterziehen. Je feiner der Draht, desto größer die Flexibilität der Litze, die aus mehreren Drähten verdrillt wird. - Bild: Leoni

  • Nach dem zweiten Weltkrieg beginnt die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf dem Markt kommen. Im Laufe der Jahrzehnte diversifizieren sich die Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen an Kabel und Leitungen immer stärker. Leoni stellt vom miniaturisierten Kabel für die Endoskopie bis zum armdicken Spezialkabel eine immense Palette an Produkten her. - Bild: Leoni

    Nach dem zweiten Weltkrieg beginnt die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf dem Markt kommen. Im Laufe der Jahrzehnte diversifizieren sich die Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen an Kabel und Leitungen immer stärker. Leoni stellt vom miniaturisierten Kabel für die Endoskopie bis zum armdicken Spezialkabel eine immense Palette an Produkten her. - Bild: Leoni

  • Mit zunehmender Komplexität der Anwendungen wandeln sich auch die Produkte von Leoni. Das Unternehmen entwickelt sich zum Systempartner und liefert vermehrt konfektionierte Kabel und einbaufertige Systeme, zum Beispiel für die Medizintechnik.  Ausgestattet werden zum Beispiel Zahnarztstühle, Magnetresonanztomographen oder Röntgengeräte.  - Bild: Leoni

    Mit zunehmender Komplexität der Anwendungen wandeln sich auch die Produkte von Leoni. Das Unternehmen entwickelt sich zum Systempartner und liefert vermehrt konfektionierte Kabel und einbaufertige Systeme, zum Beispiel für die Medizintechnik. Ausgestattet werden zum Beispiel Zahnarztstühle, Magnetresonanztomographen oder Röntgengeräte. - Bild: Leoni

  • Eine hochkomplexe Entwicklung aus dem Bereich der Robotik stellt das Patientenpositionierungssystems LEONI ORION dar. Es besteht aus einem Roboter mit sechs Freiheitsgraden, der für die medizinische Behandlung entscheidende Vorteile durch optimierte Sicherheit sowohl für den Patienten als auch für Mitarbeiter in der Strahlentherapie bietet. - Bild: Leoni

    Eine hochkomplexe Entwicklung aus dem Bereich der Robotik stellt das Patientenpositionierungssystems LEONI ORION dar. Es besteht aus einem Roboter mit sechs Freiheitsgraden, der für die medizinische Behandlung entscheidende Vorteile durch optimierte Sicherheit sowohl für den Patienten als auch für Mitarbeiter in der Strahlentherapie bietet. - Bild: Leoni

  • Der wichtigste Kundenkreis von Leoni ist die Automobilindustrie. Das Unternehmen stellt zum einen Fahrzeugleitungen als Meterware her und ist auf diesem Gebiet heute Weltmarktführer. Zum anderen werden seit den 50er Jahren komplette Bordnetz-Systeme hergestellt, die alle elektrischen und elektronischen Komponenten im Auto verbinden. In einem gut ausgestatteten Mittelklassefahrzeug befinden sich etwa 3.000 Meter Kabel.  - Bild: Leoni

    Der wichtigste Kundenkreis von Leoni ist die Automobilindustrie. Das Unternehmen stellt zum einen Fahrzeugleitungen als Meterware her und ist auf diesem Gebiet heute Weltmarktführer. Zum anderen werden seit den 50er Jahren komplette Bordnetz-Systeme hergestellt, die alle elektrischen und elektronischen Komponenten im Auto verbinden. In einem gut ausgestatteten Mittelklassefahrzeug befinden sich etwa 3.000 Meter Kabel. - Bild: Leoni

  • Bordnetz-Systeme entstehen überwiegend in Handarbeit. Zwar sind Teile der Fertigung wie das Ablängen oder das Anbringen von Kontakten heutzutage automatisierbar, doch die meisten Arbeiten an dem biegeschlaffen und komplexen Produkt werden weiterhin von Menschenhand erledigt. - Bild: Leoni

    Bordnetz-Systeme entstehen überwiegend in Handarbeit. Zwar sind Teile der Fertigung wie das Ablängen oder das Anbringen von Kontakten heutzutage automatisierbar, doch die meisten Arbeiten an dem biegeschlaffen und komplexen Produkt werden weiterhin von Menschenhand erledigt. - Bild: Leoni

  • Die Fertigung von Kabelsätzen und Bordnetzen für die europäischen Kunden findet größtenteils in Osteuropa und Nordafrika statt. Leoni beschäftigt insgesamt weit mehr als 20.000 Menschen in Tunesien, Marokko und Ägypten. Die Just-in-time-Logistik zu den europäischen Werken der Kunden ist eine filigrane Angelegenheit.  - Bild: Leoni

    Die Fertigung von Kabelsätzen und Bordnetzen für die europäischen Kunden findet größtenteils in Osteuropa und Nordafrika statt. Leoni beschäftigt insgesamt weit mehr als 20.000 Menschen in Tunesien, Marokko und Ägypten. Die Just-in-time-Logistik zu den europäischen Werken der Kunden ist eine filigrane Angelegenheit. - Bild: Leoni

  • Neue Ideen für Produkte, Verfahren oder Anwendungsmöglichkeiten kennzeichnen Leoni seit jeher. Mit der Erfindung des formstabilen Kabelsatzes Anfang der 90er Jahre gelingt es dem Unternehmen, Produkte herzustellen, die nicht nur widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen sind, sondern den Kunden beim Einbau ins Fahrzeug eine Zeitersparnis bringen. Der formstabile Motorkabelsatz für Euro-6-Nutzfahrzeuge markiert den vorerst letzten Stand der Entwicklung. - Bild: Leoni

    Neue Ideen für Produkte, Verfahren oder Anwendungsmöglichkeiten kennzeichnen Leoni seit jeher. Mit der Erfindung des formstabilen Kabelsatzes Anfang der 90er Jahre gelingt es dem Unternehmen, Produkte herzustellen, die nicht nur widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen sind, sondern den Kunden beim Einbau ins Fahrzeug eine Zeitersparnis bringen. Der formstabile Motorkabelsatz für Euro-6-Nutzfahrzeuge markiert den vorerst letzten Stand der Entwicklung. - Bild: Leoni

  • Für (teil-)elektrisch betriebene Fahrzeuge liefert Leoni seit rund 20 Jahren spezielle Produkte, und das Portfolio umfasst angesichts der wachsenden Dynamik dieses Marktsegments ein stetig wachsendes Angebot an Hochvolt-Produkten, die Spannungen von 600 Volt oder mehr standhalten. Die Kabel müssen auch gesonderte Sicherheitsanforderungen erfüllen. - Bild: Leoni

    Für (teil-)elektrisch betriebene Fahrzeuge liefert Leoni seit rund 20 Jahren spezielle Produkte, und das Portfolio umfasst angesichts der wachsenden Dynamik dieses Marktsegments ein stetig wachsendes Angebot an Hochvolt-Produkten, die Spannungen von 600 Volt oder mehr standhalten. Die Kabel müssen auch gesonderte Sicherheitsanforderungen erfüllen. - Bild: Leoni

  • Zusätzlich zum herkömmlichen 12-Volt-Bordnetz benötigen Stromer und Hybridfahrzeuge auch einen Hochvolt-Kabelsatz, der unter anderem die Batterie, den E-Motor und das Lademodul miteinander verbindet. Weiterhin entwickeln die Ingenieure von Leoni derzeit Lösungen wie gekühlte Ladekabel, die kürzere Ladezeiten ermöglichen und damit helfen, Elektromobilität alltagstauglich zu machen. - Bild: Leoni

    Zusätzlich zum herkömmlichen 12-Volt-Bordnetz benötigen Stromer und Hybridfahrzeuge auch einen Hochvolt-Kabelsatz, der unter anderem die Batterie, den E-Motor und das Lademodul miteinander verbindet. Weiterhin entwickeln die Ingenieure von Leoni derzeit Lösungen wie gekühlte Ladekabel, die kürzere Ladezeiten ermöglichen und damit helfen, Elektromobilität alltagstauglich zu machen. - Bild: Leoni

Die Wurzeln von Leoni reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier beginnt, in Nürnberg Leonische Waren herzustellen: vergoldete und silberne Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet werden. Die Region Nürnberg wird ein Zentrum dieses Gewerbes.

Leonische Werke Roth-Nürnberg

1917 schließen sich die drei Firmen Vereinigte Leonische Fabriken Nürnberg-Schweinau, Johann Philipp Stieber aus Roth und Johann Balthasar Stieber & Sohn GmbH aus Nürnberg-Mühlhof zusammen – und gründen die Leonischen Werke Roth-Nürnberg AG. Schon 1923 geht das Unternehmen an die Börse, um weiteres Kapital zu beschaffen.

Ein Modewandel und die Folgen des 1. Weltkriegs führen zu einem dramatischen Rückgang der Produktion: Textilprodukte wie Bourdon, Gallon, Brokat, Quasten oder Fransen sind kaum mehr gefragt. Leoni verlegt den Produktionsschwerpunkt in den 1920er Jahren zunächst auf elektrische Drähte und Litzen. Am traditionsreichen Standort in Roth gewinnt dann die Fertigung von Lackdraht und isolierten Kabeln an Bedeutung.

Vom Kabelsatz zum Bordnetz-System

Im 2. Weltkrieg beliefert Leoni Motorenwerke und Konzerne der verarbeitenden Industrie.

Nach Kriegsende beginnt die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf dem Markt kommen. Leoni konfektioniert in den 50er Jahren erste Kabelsätze für die boomende Automobilindustrie und legt damit den Grundstein für den Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme, der heute einen Großteil der weltweit produzierenden Fahrzeughersteller zu seinem Kundenkreis zählt. Mit kunststoffisolierten Leitungen erobert Leoni neue Absatzmärkte wie
Großrechenanlagen; IBM ist jahrelang der größte Kunde.

Zunächst baut das Unternehmen in den 60er Jahren seine Kapazitäten in Deutschland stetig aus, um 1977 in Tunesien den ersten Auslandsstandort zu gründen.

Von Deutschland in die Welt

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Global Player ist die Erschließung der Absatzmärkte Amerika und Asien. In den USA fasst Leoni im Jahr 1990 Fuß. Beide Unternehmensbereiche sind mittlerweile mit insgesamt mehr als 15 Vertriebs- und Produktionsstandorten in Nord- und Südamerika präsent. 1993 gründet Leoni eine erste Tochtergesellschaft in China, folgt damit zunächst vor allem den etablierten Kunden aus dem Heimatmarkt ins Reich der Mitte.

In den späten 1990er Jahren startet Leoni eine Akquisitionsoffensive, die zu mehr als zwei Dutzend Firmenzukäufen führt. Zum einen integriert der Kabelspezialist direkte Wettbewerber aus dem Bordnetz-Umfeld wie Cummins, Lucas Rists, Valeo Connective Systems und Daekyeung – und erhält damit Zugang zu neuen Kunden wie etwa BMW, Hyundai oder den französischen Autoherstellern sowie zu weiteren Absatzregionen. Zum anderen dienen die Akquisitionen von Unternehmen wie Studer, Kerpen oder Elocab der Erweiterung des Technologieportfolios und der Anwendungsgebiete.

Weitere Infos: https://www.leoni.com/de/100/