mobile identity access

Mithilfe von MIA (Mobile Identity & Access) geht vieles in der Logistik schneller und einfacher. - Bild: T-Systems

In der Werks- und Standortlogistik läuft bei den meisten produzierenden Unternehmen noch vieles händisch. Um hier für durchgängige Prozesse zu sorgen, verbindet IT-Dienstleister T-Systems die Themen Mobile Identity & Access (MIA) und den auf Internet-of-Things-Technologie basierenden IoT Service Button. Statt wie bisher zum Beispiel Bestellungen per Fax oder Mail zu schicken und telefonisch Termine mit dem Logistikdienstleister zu vereinbaren, kann damit von der Bestellung bis zur Lieferung alles vollständig digital abgebildet werden.

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„Häufig werden gelieferte Waren auf ihre Qualität hin überprüft. Muss etwas aufgrund von Mängeln zurückgehen, lässt sich ein Retour- und gleichzeitig Neubestellungsprozess auf Knopfdruck auslösen“, erklärt Werner Kremer, bei T-Systems verantwortlich für den IoT Service Button. Im Hintergrund fließen die Informationen in das ERP-System, dort werden die nächsten Schritte bezüglich der Fehlbelieferung und gegebenenfalls Materialknappheit ausgelöst.

Lieferung ins Werk mit digitalem Schlüssel

Traditionell muss für die Anlieferung zum Beispiel beim Overnight-Express der Fahrer einen Schlüssel für das Werksgelände haben. Anstatt den physischen Schlüssel aus der Hand zu geben, können Produktionsunternehmen mit Mobile Identity & Access einen digitalen (elektronischen) Schlüssel erstellen.

Dafür wird im Rechtekonzept namentlich hinterlegt, wer die Schüssel bekommt und die Nutzung zeitlich begrenzt. „So ist auch im Rückblick jederzeit transparent nachvollziehbar, wer einen digitalen Key wann und wo eingesetzt hat“, sagt Sebastian Böhlen, MIA-Produktverantwortlicher bei T-Systems.

Die Lösung für digitale Schlüssel erfordert eine entsprechende Hardware an Rolltoren und Toren, die das Werksgelände sichern. Zudem wird das vorhandene Sicherheitssystem im Hintergrund mit MIA verknüpft, um Berechtigungen auszulösen. Voraussetzung ist zudem, dass die Logistikdienstleister ihre Fahrer mit Smartphones ausstatten, die mindestens auf iOS 10 oder Android 5.1 laufen und Bluetooth unterstützen. Auch für Handscanner mit der entsprechenden App ist die Lösung geeignet.

Deutlich sicherer als physische Schlüssel

Welche Logistikpartner auf das Gelände dürfen, ist in der Regel in einem Vertrag mit Stammdaten hinterlegt. Damit kein Missbrauch möglich ist, arbeitet das System mit Zweifaktor-Authentifizierung. Der entsprechende Partner wird direkt per Mail eingeladen, das Endgerät muss zudem bekannt sein.

Nur per Passwort oder PIN kann sich der Fahrer dann für den MIA-Service freischalten, in zwei Schritten bekommt er einen QR-Code und eine PIN. Zusätzlich lässt sich einrichten, dass sich der Fahrer noch über eine persönliche Geheimnisfrage identifizieren muss. So wird absolut sichergestellt, dass sich das Gerät beim richtigen Fahrer befindet.

„Im Vergleich zum üblichen Aufwand mit Papierbelegen am Werkstor sind eine App oder eine elektronische Identity-Karte auf dem Handy eine große Erleichterung. Viele Unternehmen müssen hier jedoch noch die ersten Schritte der Digitalisierung gehen“, meint Böhlen. Dazu gehört die digitale Information, wer auf das Gelände darf: Sie muss als Berechtigungskonzept im System umgesetzt werden.

IoT-Einsatzszenarien auch für Warenabholung

„Auf der IoT-Plattform wird im Code hinterlegt, an welche Art von Ware oder Material der Service Button gekoppelt ist. Dazu sind keine Programmierkenntnisse notwendig“, erklärt Werner Kremer. So nutzt beispielsweise BMW in seinem Werk in Leipzig den Service-Button mit Narrow Band IoT für Materialabrufe in der Intralogistik.

Der Button lässt sich durchaus auch für einen mit eigener Ware fertig befüllten Container oder aber einen Abfallcontainer in der Produktion verwenden, der in der Halle oder am Schleusentor abgeholt werden soll. Durch den Druck auf den Service-Button, der in Container- oder Schleusennähe hängt, wird automatisch die Anforderung an den Logistiker in die Backend-Systeme und per E-Mail übermittelt. Über das Backend steuert die MIA-Lösung dann den passenden, hinterlegten Logistiker an und übergibt einen elektronischen Schlüssel.

Der Grundablauf eines Materialabrufs in Verbindung mit der Vergabe digitaler Zugangsberechtigungen für den passenden Logistiker lässt sich in verschiedensten Szenarien der digitalen Fabrik verwenden. „Oft geht es darum, verschachtelte Prozessketten zu verbinden, die sich über Unternehmensgrenzen hinweg ziehen. Dass die Lösung dann wie ein durchgängiger Prozess wirkt, ist die Herausforderung, die wir gemeinsam mit dem Kunden meistern“, stellt Sebastian Böhlen fest.

Durch die Kombination mit weiteren IoT-Lösungen, wie Tracker und digitalen Frachtpapieren, gibt es in der Logistik- und Transport-Branche über die gesamte Supply Chain viele weitere Ansatzpunkte, um Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, berichten die Experten. Auch dabei soll die einheitliche IoT-Plattform von T-Systems die Klammer für durchgängige Prozesse zwischen den einzelnen Lösungen bilden um für den Kunden am Ende einen durchgängigen und reibungslosen Prozess zu gewährleisten.