Audi Werkseröffnung in Puebla.

Rekordbauzeit dank virtueller Planung und mexikanischer Unterstützung. - Bild: Audi

In Sichtweite der hellen Produktionshallen steht das Audi-Trainingscenter. Bereits heute absolvieren dort Hunderte von jungen Menschen eine Ausbildung.

Östlich des Werkes sieht man moderne Hochhäuser in die Weiten des mexikanischen Himmels ragen. Hier wächst die Audi-Modelstadt. Und wenn es nach dem Willen Rafael Moreno Valles, dem ruhelosen Gouverneur von Puebla geht, wird sie einmal zweitgrößte Stadt des Bundesstaates sein.

Auf der anderen Seite des Werkes fertigen im JIS-Park die ersten Lieferanten Bremsleitungen, Hinterachsen und Getriebe – weitere 26 Hektar Industriegebäude. Verbunden mit der 60 km entfernten Distrikthauptstadt Puebla ist das Werk mit einer Autobahn und einer Eisenbahnlinie, über die später einmal bis zu 150 000 SUVs jährlich in die Hafenstadt Veracruz transportiert werden sollen.

Alles Geschenke der Landesregierung, neben einer neuen Feuerwehrstation und einem Krankenhaus. "Die Automobilhersteller werden hier wie Könige behandelt", bemerkt ein ortsansässiger Geschäftsmann, nicht immer zu Recht, jüngst hätte es einen Skandal um einen schlagenden KIA-Chef gegeben.

Audi ist der erste Premiumhersteller im Land. Und die Erwartungen an die Deutschen sind hoch. Der mexikanische Wirtschaftsminister Idelfonso Guajardo spricht von einem Wandel seines Landes hin zu einem der produktivsten Automobilstandorte weltweit.

Besonders erfreut ist man darüber in den angrenzenden Dörfchen. So berichtet die rundliche Verwaltungsangestellte San José Chiapas von den Hoffnungen der Bauern und Handwerker ihrer Gemeinde. "Für viele ist das die Chance ihres Lebens. Und sie sind bereit, dafür etwas ganz Neues anzufangen", sagt die Frau mit dem hüftlangen Haar, eine der zahlreichen Gäste der Festlichkeiten anlässlich der Werkseröffnung.

Das Image des Ingolstädter Konzerns ist extrem positiv, über 250 00 Mexikaner haben sich bereits um eine Stelle beworben. "Jeder Mexikaner kennt Audi und möchte hier arbeiten", sagt einer der Gäste in perfektem Deutsch – der Chef einer mexikanischen PR-Agentur hat in Münster studiert. Dann gibt er seinen Kollegen letzte Anweisungen und alles eilt zu den Eröffnungsreden.

Vorstandsvorsitzender Prof. Rupert Stadler, Audi-Geschäftsleiter Alfons Dintner, Produktionsvorstand Prof. Hubert Waltl und der mexikanische Wirtschaftsminister Guajardo beglückwünschen sich gegenseitig zu dem gelungenen Auftakt ihrer langjährigen Partnerschaft. Die Stimmung ist gut, für die Audi-Spitze eine wohltuende Abwechslung zu den spannungsgeladenen Auseinandersetzungen in der Heimat. Dort herrscht dank Dieselskandal, abgedanktem Entwicklungschefs und Beschäftigungsängsten der Belegschaft eher miese Stimmung.

Nicht so in Mexiko, dort ist man stolz auf das bereits Geleistete. "Dank virtueller Planung haben wir es geschafft, das Werk in einem Drittel der üblichen Zeit in Betrieb zu nehmen", so Waltl. Bereits Anfang nächsten Jahres könne man in den Drei-Schicht-Betrieb übergehen. Auch liefern bereits die ersten Lieferanten Zulieferteile just-in-Sequence. "60 Prozent der zugelieferten Teile sollen lokal gefertigt werden", so Stadler.

Das neue Audi-Werk in Mexiko

  • Der Audi Q5 auf der Bühne mit Vertretern der mexikanischen Regierung und der Audi Konzernführung während der Einweihungsfeier im Audi-Werk in San José Chiapa. - Bild: Audi

    Der Audi Q5 auf der Bühne mit Vertretern der mexikanischen Regierung und der Audi Konzernführung während der Einweihungsfeier im Audi-Werk in San José Chiapa. - Bild: Audi

  • Dr.-Ing. Hubert Waltl, Audi-Vorstand Produktion mit Vorstandskollegen im Kreis von Journalisten. - Bild: Sabine Spinnarke

    Dr.-Ing. Hubert Waltl, Audi-Vorstand Produktion mit Vorstandskollegen im Kreis von Journalisten. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Endmontage des neuen Audi Q5 in San José Chiapa. Das neue Audi-Werk hat eine Fertigungskapazität von 150 000 Audi Q5. - Bild: Audi

    Endmontage des neuen Audi Q5 in San José Chiapa. Das neue Audi-Werk hat eine Fertigungskapazität von 150 000 Audi Q5. - Bild: Audi

  • Das Audi-Presswerk verfügt über eine Pressenstraße im XL-Format. Stahl und Aluminium können hier flexibel und schnell verarbeitet werden. - Bild: Audi

    Das Audi-Presswerk verfügt über eine Pressenstraße im XL-Format. Stahl und Aluminium können hier flexibel und schnell verarbeitet werden. - Bild: Audi

  • In Sichtweite des neuen Audi-Werks fertigt Thyssen-Krupp Achs- und Bremssysteme. Geliefert wird Just-in-Sequence. - Bild: Sabine Spinnarke

    In Sichtweite des neuen Audi-Werks fertigt Thyssen-Krupp Achs- und Bremssysteme. Geliefert wird Just-in-Sequence. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Zulieferer Thyssen Krupp leitet seine Mitarbeiter durch den Montageprozess mit einem Pick-by-Light-System. - Bild: Sabine Spinnarke

    Zulieferer Thyssen Krupp leitet seine Mitarbeiter durch den Montageprozess mit einem Pick-by-Light-System. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Der zentrale Leitstand ist der modernste im Audi-Produktionsverbund und steht sinnbildlich für die Audi Smart Factory - Bild: Sabine Spinnarke

    Der zentrale Leitstand ist der modernste im Audi-Produktionsverbund und steht sinnbildlich für die Audi Smart Factory - Bild: Sabine Spinnarke

  • In der Produktion installierte Kameras helfen bei Neuanläufen Fehler schneller zu finden.- Bild: Sabine Spinnarke

    In der Produktion installierte Kameras helfen bei Neuanläufen Fehler schneller zu finden.- Bild: Sabine Spinnarke

  • Ein Leitstands-Mitarbeiter beobachtet, ob in der menschenleeren Halle alles reibungslos verläuft. - Bild: Sabine Spinnarke

    Ein Leitstands-Mitarbeiter beobachtet, ob in der menschenleeren Halle alles reibungslos verläuft. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Am Meisterbock erhalten alle Karosserien den letzten Feinschliff. Mit diesem Referenzwerkzeug werden die Karosserie-Teile perfekt aufeinander abgestimmt - Bild: Sabine Spinnarke

    Am Meisterbock erhalten alle Karosserien den letzten Feinschliff. Mit diesem Referenzwerkzeug werden die Karosserie-Teile perfekt aufeinander abgestimmt - Bild: Sabine Spinnarke

  • Das neue Audi Trainingscenter in Mexiko: Auf mehr als 20 000 Quadratmetern findet künftig die Qualifizierung und Ausbildung der Audi-Mitarbeiter statt - Bild: Sabine Spinnarke

    Das neue Audi Trainingscenter in Mexiko: Auf mehr als 20 000 Quadratmetern findet künftig die Qualifizierung und Ausbildung der Audi-Mitarbeiter statt - Bild: Sabine Spinnarke

  • Spielerisch lernen: jeder Audi-Mitarbeiter durchläuft ein 6-wöchiges Training, bevor er in der Produktion eingesetzt wird. Neben der Carrera Rennbahn gehört modernes Produktionsequipment und Unterrichtsmaterial dazu.  - Bild: Sabine Spinnarke

    Spielerisch lernen: jeder Audi-Mitarbeiter durchläuft ein 6-wöchiges Training, bevor er in der Produktion eingesetzt wird. Neben der Carrera Rennbahn gehört modernes Produktionsequipment und Unterrichtsmaterial dazu. - Bild: Sabine Spinnarke

  • PVC-Klebepunkte setzen. Hier erwerben künftige Produktionsmitarbeiter das notwendige Feingefühl. - Bild: Sabine Spinnarke

    PVC-Klebepunkte setzen. Hier erwerben künftige Produktionsmitarbeiter das notwendige Feingefühl. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Ein Ausbilder schult einen künftigen KFZ-Mechatroniker. Im Audi-Trainingscenter wird die  dualen Ausbildung in fünf Berufen angeboten. - Bild: Sabine Spinnarke

    Ein Ausbilder schult einen künftigen KFZ-Mechatroniker. Im Audi-Trainingscenter wird die dualen Ausbildung in fünf Berufen angeboten. - Bild: Sabine Spinnarke

  • Im Karosseriebau setzen leistungsstarke Roboter punktgenau kleinste Schweißnähte. - Bild: Audi

    Im Karosseriebau setzen leistungsstarke Roboter punktgenau kleinste Schweißnähte. - Bild: Audi

  • Auf einer Fläche von 400 Hektar produziert Audi den Premium-SUV Audi Q5 in San José Chiapa. - Bild: Audi

    Auf einer Fläche von 400 Hektar produziert Audi den Premium-SUV Audi Q5 in San José Chiapa. - Bild: Audi