Kainitisches Rohsalz K-Utec

Über Solarevaporation wird hier als Zwischenstufe ein kainitisches Rohsalz (Bild) gewonnen: Die Anlage von Greater Rann of Kutch, einem indischen Salzsumpf, wurde von K-Utec geplant und produziert jährlich 100000 Tonnen Kaliumsulfat. - Bild: K-Utec

Das Forschungs-und Ingenieur-Unternehmen K-Utec (Sondershausen/Thüringen) arbeitet schon ein gutes Jahr an diesem Projekt, der Baubeginn ist 2017, die Fertigstellung 2019/20 geplant. Gesamtkosten: 330 Mio US-Dollar. Konsortiumsführer ist der thailändisch-japanische Anlagenbauer Toyo-Thai, K-Utec  macht die Planung (Kosten: 11,3 Mio Euro). Die Anlage wird nach Solungsbergbau betrieben.

Dabei wird die Lagerstätte in einer Tiefe von 300 bis 400 Meter aufgelöst und die Sole in eine Anlage über Tage befördert. Diese stellt pro Jahr 320000 Tonnen Kaliumchlorid in Düngemittelqualität und 300000 Tonnen Natriumchlorid in Chemiesalzqualität her. Im Endausbau beschäftigt die große Anlage 400 bis 450 Mitarbeiter. Der Auftrag kommt vom vietnamesischen Staatsunternehmen Vienachem. Auf Forderung der laotischen Regierung, in deren Land gebaut wird, ist das Kali-Werk ohne feste oder flüssige Abfälle geplant. Grund: Zahlreiche bereits existierende - chinesische - Anlagen würden, so Vorstand Marx, das Erdreich sowie den Fluss Mekong verschmutzen.

Die Keykomponenten der Anlage kommen aus Deutschland. Die Zulieferer für Eindampf-und Kühlungskristallisationstechnik, Zentrifugen und Trockungstechnik, Kompaktierung und Absackanlagen stünden zwar laut Vorstand Marx schon fest, „endgültige Gespräche“ würden aber noch geführt.