Ausblick ohne Einblick: Spiegelglas an einer Gebäudefassade. - Bild: Pixabay

Ausblick ohne Einblick: Spiegelglas an einer Gebäudefassade. - Bild: Pixabay

Heute werden auch bei den besten Arbeitgebern Deutschlands Offenheit und Transparenz wortwörtlich gelebt. Glas ist aus der Innenarchitektur nicht mehr weg zu denken. Das gilt für private Wohnungen ebenso wie für Bürogebäude. Auch Architekturwettbewerbe für öffentliche Räume stellen das Thema Glas in den Fokus, jüngst erst mit dem Dortmunder Glaskunstwettbewerb.

Ob Trennwand, Schiebetür, spiegelnder Boden, Treppenstufe, Sitzgelegenheit oder halbtransparenter Sichtschutz: Glas hat sich längst seinen Weg in unsere Räume gebahnt. Das Schöne daran? Es überzeugt immer wieder.

Edel und unkompliziert

Seit mehr als 9.000 Jahren wird Glas als Werkstoff verwendet. Und das nicht ohne Grund. Glas sieht nicht nur in vielen Designs edel aus, es bringt darüber hinaus noch weitere Pluspunkte mit sich:

-          Es ist pflegeleicht und hygienisch, da sich die glatte Oberfläche gut reinigen lässt. Im Vergleich zu anderen Materialen können sich keine Stoffe in Poren oder Ritzen absetzen.

-          Es ist nicht brennbar und beständig gegen viele andere externe Einflüsse wie Chemikalien.

-          Es ist geruchsneutral, egal welchen Materialien es ausgesetzt wird.

-          Es ist farb- und formbeständig und in vielen Designs erhältlich.

Egal zu welchem Einrichtungsstil, Glas passt einfach immer. Dabei kann es

-          vollständig transparent sein,

-          farbig gestaltet werden,

-          mit Struktur oder Aufdruck daherkommen,

-          in Variation als Milchglas oder

-          satiniert gekauft werden.

Die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten wie Isolierglas mit integrierte Jalousie oder Isolierglas mit Dünnglas, ermöglichen interessante Gestaltungslösungen, wie etwa auch überdimensionale Glasscheiben. So flexibel sich Glas einsetzen lässt, so gibt es doch eines zu bedenken. Glas kann nicht in beliebiger Größe eingebaut werden, da es in zu großen Ausmaßen nicht mehr stabil genug ist. Aus diesem Grund müssen große Glaswände und Fenster von Rahmen gehalten oder unterbrochen werden. Auch das kann allerdings mit den richtigen Materialien stylisch aussehen. Das Unternehmen sedak GmbH & Co.KG beispielsweise produziert mit Unterstützung von LiSEC so auch Isolierglasscheiben mit Maßen von bis zu 16 Metern.  Im Zusammenklang mit schwarzem Stahl zum Beispiel wirkt eine solche Konstruktion besonders edel und wertet die Arbeitsumgebung optisch auf.

Nicht nur als Raumtrenner machen Glaselemente eine gute Figur. Dieses Geländer vermittelt Offenheit und vergrößert den Innenraum. - Bild: Pixabay

Worauf sollte beim Glaskauf geachtet werden?

Insbesondere bei großen Glasflächen gilt es zu beachten, dass die Wärme- und Schalldämmung im Vergleich zu festen Wänden aus Beton geringer ausfällt. Das wirkt sich besonders bei Außenflächen aus, aber auch bei Räumen, die diverse Funktionen erfüllen und die durch eine Glaswand getrennt werden sollen.

Konferenzräume beispielsweise sollten nicht jede Diskussion nach außen durchdringen lassen. Wer die Glastür seines Büros schließt, hat dafür in der Regel einen guten Grund. Die richtige Wahl des Glases ist daher entscheidend. Das gilt ebenso für die Bruchsicherheit. Auch hier zeigt sich: Je größer das Glasteil, desto weniger stabil ist es. Ebenso spielt die Bruchsicherheit bei beweglichen Gegenständen wie Türen eine entscheidende Rolle. Herstellungsverfahren und Materialverwendung können bei hoher Bruchsicherheit zwar teurer werden, an dieser Stelle sollte allerdings nicht gespart werden.

Wer als Unternehmer viel Geld in Glasbauteile fürs Büro investiert hat, sollte über eine Glasversicherung nachdenken oder die bestehenden Policen auf diesen Punkt hin überprüfen. In Bürogebäuden spielen zudem Vorgaben wie Brandschutz eine wichtige Rolle im Innendesign. In öffentlichen Gebäuden gelten für dessen Einbau strenge Vorschriften. Interessierte sollten sich daher vor Beginn des Bauvorhabens oder der Renovierungsarbeiten über ihren gestalterischen Freiraum informieren. Im Internet finden sich dazu Planungsübersichten und sicherheitstechnische Hinweise, noch besser Bescheid wissen jedoch professionelle Architekten.

Große Fenster aus Glas müssen von entsprechenden Rahmen gehalten werden, um stabil genug zu sein. - Pixabay

Unschlagbare Vorteile

Es mag einfacher und sicherlich ebenfalls kostengünstiger erscheinen, eine feste Wand einzubauen, um Räume voneinander abzugrenzen. Trotz seiner Schwierigkeiten bietet Glas allerdings entscheidende Vorteile, die für seine Verwendung sprechen. Das ist zum einen die Optik. Egal in welchem Design, Glaselemente machen stets eine gute Figur. Sie wirken offen und einladend, erzeugen einen modernen und edlen Eindruck und können Innenräumen einen ganz neuen Charme verleihen. Räume wirken lichtdurchlässiger, heller und größer. Trotzdem sind sie funktionell voneinander abtrennbar. Wer sich nicht von den Kosten abschrecken lässt, wird an Glas als Baumaterial eine Menge Freude haben.