Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump sind internationale Wirtschaftsexperten der Auffassung, dass der US-Präsident die Weltwirtschaft negativ beeinflusst - die deutsche Industrie zeigt sich unterdessen schwer besorgt.

Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump sind internationale Wirtschaftsexperten der Auffassung, dass der US-Präsident die Weltwirtschaft negativ beeinflusst - die deutsche Industrie zeigt sich unterdessen schwer besorgt. - Bild: Pixabay

| von Karoline Kopp

"Die schlimmsten Befürchtungen sind bisher nicht wahrgeworden, die Sorgen der deutschen Industrie bleiben trotzdem groß", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, am Mittwoch in Berlin.

"Unsere Unternehmen sind beunruhigt, dass die USA deutlich stärker als bisher Gebrauch von ungerechtfertigten Antidumping-Maßnahmen machen." Neue Handelsbarrieren würden auch Deutschland treffen.

Die Vereinigten Staaten beklagen zum Beispiel bei Importen vor allem aus China, aber auch aus Europa "unfaire" Praktiken und Dumpingpreise. Sie prüfen, ob Stahleinfuhren die nationale Sicherheit gefährdeten und Strafzölle verhängt werden sollten. Die USA nehmen auch andere Handelspraktiken unter die Lupe. Hintergrund sind riesige Defizite der USA im Handel etwa mit Deutschland.

Kempf warnte außerdem vor einem möglichen Ausstieg der USA aus dem nordamerikanischen Handelsabkommen Nafta. Dies würde deutsche Unternehmen in der Region "empfindlich treffen". Die künftige Bundesregierung müsse sich klar gegen offenen und versteckten Protektionismus einsetzen.

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