Ein Mann hält ein Schild mit der Inschrift Fachkräftemangel in die Kamera

Folgender Artikel gibt Denkanstöße für neue Konzepte, welche die Versorgung mit Know-How und Talenten sicherstellen können. (Bild: stock.adobe.com - HNFOTO)

Die tiefgreifende Transformation des Industriestandorts Deutschlands erfordert ein Umdenken in der Art und Weise wie deutsche Unternehmen ihren stetig wachsenden Qualifikationsbedarf decken können. Es gilt der sinkenden Zahl an Fachkräften in Europa entgegenzuwirken. Dabei ist der demographische Wandel als Teil des Problems zu nennen.

Hinzu kommt aber, dass sich fachliche Anforderungen an die existierenden Fachkräfte immer schneller verändern. Schließlich bringt die Digitalisierung viele begleitende transformative Prozesse in Gang, die das traditionelle Arbeitsumfeld herausfordern, wie der Wechsel von IT zu OT, der steigende Bedarf an digitalen Diensten oder Cloudanwendungen sowie die wachsende Bedeutung von Daten.

Karrieren im Maschinenbau – nochmal durchstarten!

Viele Unternehmen sind daher bereits selbst aktiv, um bei der Bewältigung dieser Aufgabe keine Zeit zu verlieren. Gerade Unternehmen im Maschinenbau stehen immer stärker in einem Wettbewerb um Softwareentwickler, Cloud-Architekten oder Datenwissenschaftler, die sich klassischerweise eher bei Softwareunternehmen bewerben.

Während Frühverrentungen lange ein probates Mittel zur Verjüngung der Pyramide darstellte, können sich Unternehmen diesen Fachkräfteverlust schlicht nicht mehr leisten. Bosch Management Service setzt hier ein gutes Beispiel wie es gelingen kann, Fachkräfte auch jenseits der 60+ langfristig an das Unternehmens zu binden. Mitarbeiter, die im rentenfähigen Alter noch einmal die Herausforderung suchen und gleichzeitig mehr Freizeitmöglichkeiten als im vorherigen Berufsleben genießen möchten, gibt es immer häufiger. Schulungen und Weiterbildungen für Pensionäre können interessante Anreize sein, noch einmal in den Sattel zu steigen, neue Arbeitsbereiche kennenzulernen und ihre Erfahrung an jüngere Mitarbeiter weiterzugeben.

Ed-Tech Welle surfen: Die Unternehmen sind die Bildungsplattform der Zukunft

Die kontinuierliche Weiterbildung ist ein wesentlicher Eckpfeiler bei der Suche nach Talenten. Viele Anbieter, insbesondere aus den USA, erobern mit digitalen Lernplattformen die Unternehmen, gerade im Bereich Führung, Teammotivation, Unternehmenskultur, Vertrieb und Kundenservice. Hier haben sich Anbieter während der Coronazeit einen neuen und nachhaltigen Kanal der Wissensvermittlung erobern können. Schon länger neigen Unternehmen dazu, auch mangels eigener Kapazität die Ausbildung von Querschnittsthemen an Spezialisten outzusourcen – dieser Trend wurde mit der Pandemie verstärkt.  

Der Trend geht zu sogenannten Ed-Tech (Education Technology) Plattformen. Zoom, Teams und Nachhilfeplattformen wie GoStudent, von Gründer Felix Ohswald, bestätigen die Verschiebung von Bildungsautorität und zeigen zugleich, wie man in einem bisher nahezu analogen Markt durch digitale Angebote, Vernetzung und Plattformökonomie, Altes und Neues verbindet. Neue Modelle verschieben nicht nur die Wertschöpfung, sie tragen auch zu neuer Wertschöpfung bei und machen die Bildung in Europa besser. Dies stellt eine wichtige Ergänzung für den staatlichen Bildungsauftrag dar, der längst an seine Grenzen gestoßen ist.

Der Großteil der Ed-Tech Investitionen findet aktuell in Amerika statt. Es wäre es also an der Zeit in Deutschland und Europa ein Vorreiter in diesem Feld zu werden und somit einen eigenen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Ed-Tech Plattformen müssen von den Unternehmen aufgebaut werden und sollten im besten Fall von der bildungspolitischen Bürokratie entkoppelt sein. Hierdurch kann der Fachkräftemangel direkt im Unternehmen angegangen und relevante interne Bildung vorangetrieben werden. Eine Zusammenarbeit mit Technologiepartnern kann das Lernen um erfolgskritische Komponenten in der Industrie 4.0 sinnvoll ergänzen.

Deutschland, Land der Dichter, Denker, Softwareentwickler und Datenwissenschaftler?

Anstatt nur von der Substanz dessen, was in der Vergangenheit in Deutschland aufgebaut wurde zu leben, muss der Blick wieder nach vorne gerichtet werden. Speziell in Bildungsfragen hat unser Land viel nachzuholen. Während Maschinenbauer in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich bestehende Prozesse, beispielsweise in der Produktion, effizienter gestalten konnten, geht es heute darum, die Weichen der Bildung auf eine neue Wertschöpfung im digitalen Zeitalter zu stellen. Die digitale Transformation bietet bereits viele Chancen für die heutigen Arbeitnehmer. Vor allem jedoch für die jüngeren Generationen gilt es, optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit sie als zukünftige Fachkräfte gewillt sind, den deutschen Maschinenbau mit ihrer Arbeit tatkräftig zu unterstützen.

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