Tesla, Store

Bald Vergangenheit: Tesla-Chef Elon Musk will aus Kostengründen einen Großteil seiner Stores schließen. - Bild: Tesla

Tesla will seine Elektroautos künftig nur noch über das Internet verkaufen. Das solle helfen, die Preise zu senken, sagte Firmenchef Elon Musk am Donnerstag. Viele der Tesla-Läden würden schließen, die verbliebenen Standorte in belebter Lage sollen als Ausstellungsfläche und Informationszentren genutzt werden. Nebenbei sagte Musk, dass Tesla nicht mit einem Gewinn im ersten Quartal rechne, aber im zweiten Vierteljahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren wolle.

Gleichzeitig kündigte Musk an, dass Teslas Hoffnungsträger Model 3 nun schließlich auch zum ursprünglich in Aussicht gestellten Preis von 35.000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen verkauft werde. Die Version hat unter anderem eine kleinere Batterie. Das sei der niedrigste Preis, zu dem Tesla ein Model 3 verkaufen könne, sagte Musk.

Um solche Preise halten zu können, müsse Tesla unter anderem beim Vertrieb sparen. "Es ist eine harte Entscheidung, aber ich denke, dass es die richtige Entscheidung für die Zukunft ist", sagte Musk zum Komplett-Umstieg auf den Online-Verkauf. Tesla sei überhaupt in der Lage, so etwas durchzuziehen, weil das Unternehmen die Autohäuser im Gegensatz zu anderen Herstellern selbst betreibe und nicht Franchisenehmern überlasse. Es gebe derzeit keinen anderen Weg für Tesla, finanziell nachhaltig zu wirtschaften, sagte Musk.

Am Freitag wird für Tesla eine Wandelanleihe im Wert von 920 Millionen Dollar fällig. Für den Autobauer ist das eine erhebliche Summe: Das vergangene Jahr hatte Tesla mit Reserven von rund 3,7 Milliarden Dollar abgeschlossen.

Schließung von Stores mit Jobabbau verbunden

Mit der Schließung von Laden-Standorten werde auch Stellenabbau verbunden sein, sagte Musk. Zugleich solle die Mitarbeiterzahl im Service deutlich aufgestockt werden. Zahlen gab es zu beidem nicht. Für Deutschland listet Tesla im Internet aktuell 22 Stores auf.

In den USA könne man einen Tesla binnen einer Minute auf dem Smartphone kaufen, weltweit solle das bald auch so werden, sagte Musk. Der Komplett-Umstieg auf Online-Verkäufe solle den Preis der Tesla-Fahrzeuge im Schnitt um sechs Prozent senken.

Keine Probefahrten, bessere Rückgabeoptionen

Mit der Schließung der Stores fallen auch Probefahrten weg. Stattdessen werde es einfacher, einen frisch gekauften Tesla zurückzugeben, erklärte Musk. Binnen einer Woche und bei bis zu 1000 gefahrenen Meilen (rund 1600 km) bekomme man den vollen Preis zurück.

Tesla hatte die Auslieferungen des Model 3 im Jahr 2017 zunächst mit hochgerüsteten teureren Versionen gestartet, deren Preis rund 70.000 Dollar erreichen konnte. Zuletzt kostete die günstigste Ausführung in den USA rund 43.000 Dollar.

In Deutschland werden seit einigen Wochen eine Variante des Model 3 mit Langstrecken-Batterie und Allradantrieb ab 55.400 Euro und die sportlichere Performance-Version ab 66.100 Euro ausgeliefert. Nach Europa und Asien solle die günstigste Version des Model 3 in drei bis sechs Monaten kommen.

  • Honda

    Platz 10 im Ranking der innovationsstäksten Autohersteller belegt Honda. Der japanische Konzern erreichte im Zeitraum von 2014 bis 2018 eine Anzahl von 201 Innovationen. - Bild: Honda

  • Geely

    Weiter geht es mit dem chinesischen Automobil- und Motorradhersteller Geely, zu dem unter anderem auch Volvo und Lotus gehören. Das Unternehmen kann fünf Innovationen mehr vorweisen als Honda, und schafft es mit einer Anzahl von 206 Stück auf Platz 9. - Bild: Geely

  • Tata Manza Club

    Platz 8 sichert sich der indische Autobauer Tata, der seinen Sitz in Mumbai hat. Zu dem Konzern zählen inzwischen auch Marken wie Jaguar und Land Rover. Tata hat in den letzten fünf Jahren 304 Innovationen heraus gebracht. - Bild: Tata

  • Chevrolet Camaro

    General Motors belegt Platz 7. Seit 2014 hat das amerikanische Unternehmen 344 Neuheiten auf den Markt gebracht. - Bild: General Motors

  • Ford Fiesta

    Der nächste Amerikaner folgt auf Platz 6 mit Ford. In den vergangenen fünf Jahren hat Ford 274 Neuheiten hervorgebracht. - Bild: Ford

  • Hyundai

    Auf Platz 5 landet der südkoreanische Automobilhersteller Hydundai - mit 365 Neuentdeckungen seit 2014. - Bild: Hyundai

  • Tesla Model S

    Platz 4 belegt der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla mit einer Anzahl von 120 Innovationen. - Bild: Tesla

  • BMW 440i

    Die vorderen Plätze belegen weiterhin die deutschen Autobauer: BMW liegt mit insgesamt 353 Innovationen auf Platz 3, dicht gefolgt von... - Bild: BMW

  • Mercedes AMG A35

    ...dem Stuttgarter Rivalen Daimler mit 361 Neuheiten auf Platz 2. - Bild: Daimler

  • Volkswagen Polo

    Mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Volkswagen. Das Unternehmen glänzt seit 2014 mit stolzen 1.031 Innovationen. - Bild: Volkswagen

Wissen, was die Industrie bewegt!

Alles zu Industrie 4.0, Smart Manufacturing und die ganze Welt der Technik.

Newsletter gratis bestellen!