Einsatzmöglichkeiten für Faulhaber Antriebe rund ums Bike

Einsatzmöglichkeiten für Faulhaber Antriebe rund ums Bike. - Bild: Faulhaber

| von Volker Beck, Faulhaber
Aktualisiert am: 26. Jun. 2019

Bike-Sharing auf dem Vormarsch. Doch man muss kein eigenes Fahrrad besitzen, um eines zu nutzen. Gerade in den Städten ist es heute problemlos möglich, sich schnell und unkompliziert ein Fahrrad auszuleihen. So spart man sich die Kosten für Anschaffung und Wartung und minimiert das Diebstahlrisiko, gleichzeitig tut man etwas für seine Gesundheit und trägt seinen Teil dazu bei, CO2-Emissionen einzusparen. Nicht zuletzt ist auch die Nachhaltigkeit ein weiterer Vorteil von Bike-Sharing: Die Auslastung der Räder ist etwa viermal so hoch wie bei einem individuell genutzten Drahtesel.

Elektrisches Fahrradschloss in der Vordergabel

Um die Nutzung der Leihräder zu organisieren, setzen Bike-Sharing-Anbieter auch auf Antriebe von Faulhaber. Für die Schließsysteme von Leihrädern werden kleine Faulhaber-Getriebemotoren in die Vordergabel eingebaut. Je nach Nutzungssystem können sich die Bike-Sharer dann an festen Leihstationen oder auch stationslos per Smartphone-App ein Fahrrad ausleihen. Inzwischen bieten verschiedene Leihfirmen Fahrräder, aber auch Pedelecs an ihren Stationen an.

Wie ein Pedelec funktioniert

Ein Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt seinen Fahrer mit einem Elektromotor. Der Grad der Unterstützung kann individuell eingestellt werden und hängt von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers ab. Das Fahrrad mit Elektrounterstützung ist dem gewöhnlichen Fahrrad rechtlich gleichgestellt, deshalb benötigen Fahrer weder ein Kennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein. Seit 2008 wächst der Pedelec-Markt in Europa signifikant: 2016 zählte man hier 1,6 Millionen verkaufte Exemplare. Deutschland steht hierbei an der Spitze der Konsumenten.

Sponsoring im Radsport

Im Rahmen eines Sponsoring unterstützt Faulhaber seit diesem Jahr die Cyclo-Cross- und Mountainbike-Spezialistin Elisabeth Brandau. 2020 steht für die zweifache Mutter ein Highlight an: die Teilnahme an Olympia in Tokio. Faulhaber begleitet die mehrfache Deutsche Meisterin auf diesem Weg. Erfahren Sie mehr im Porträt.

Ein Pedelec funktioniert grundsätzlich so: Ein Sensor registriert, dass der Fahrer in die Pedale tritt, und leitet diese Information an den Controller weiter. Der Controller als Steuereinheit reguliert den Akku und sorgt dafür, dass dieser den benötigten Strom an den Motor sendet. Sobald der Strom fließt, setzt die Trittunterstützung des Pedelecs ein.

Akku als Trinkflasche getarnt

Faulhaber-Motoren sorgen als Radantrieb bei Pedelecs für den optimalen Antrieb. Weil die Motoren aus Schönaich trotz ihrer Leistungsfähigkeit sehr klein sind, kann man sie dabei so raffiniert verbauen, dass das Pedelec von außen gar nicht als solches erkennbar ist. Der bürstenlose DC-Servomotor 3274 BP4 in Kombination mit einem Planetengetriebe ist im Rahmen integriert, der zugehörige Akku als Trinkflasche "getarnt". Diese Variante eines elektrounterstützten Fahrrads schafft in der Spitze und etwa fünf Minuten am Stück 330 Watt.

DC-Kleinstmotoren der Serien 1524/1724SR sorgen zudem für den richtigen Antrieb beim Wechseln der Fahrradgänge – sowohl bei herkömmlichen Fahrrädern als auch bei Pedelecs. Elektronische Schaltsysteme garantieren effizientes Fahren und erhöhen Komfort und Sicherheit. Gleichzeitig verringern sie den Verschleiß der Schaltkomponenten. Der Gangwechsel erfolgt mithilfe der kleinen Servomotoren.

Welche Technologien das E-Bike künftig noch bereichern 

Die Zukunft des Fahrrads bleibt spannend – denn weitere elektronische Komponenten werden das Radfahren verändern. In welche Richtung das zum Beispiel gehen könnte, zeigt das Projekt SmartFaraday Pedal, das ein Studententeam der Technischen Fakultät der Universität Freiburg entwickelt hat. Das intelligente Fahrradpedal bietet eine Vielzahl von Funktionen, welche Radlern beim Tracken ihrer Fahrten helfen – von Leistungs- und Streckentracking über eine Diebstahlbenachrichtigung bis hin zu einer Schnittstelle für Internet und Smartphone. Die Studierenden gewannen mit diesem Projekt den Cosima Wettbewerb 2017. Einer ihrer Hauptsponsoren ist das Unternehmen Faulhaber.

Mehr Information und Usecases

Hier geht's zum Faulhaber Newscenter.