Nur 20 Prozent der Deutschen halten die kritische Infrastruktur für ausreichend geschützt. Eine Telefónica-Umfrage zeigt: Besonders die Bedeutung sicherer Kommunikationsnetze wird unterschätzt.
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Trotz der Sorge vor den Folgen eines Ausfalls von Mobilfunk und Internet zählen nur 30 Prozent der Bundesbürger Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen. Eine Telefónica-Umfrage zeigt Sicherheitslücken und Investitionsbedarf.iStock/BitsAndSplits
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• Nur 20 Prozent halten Deutschlands kritische Infrastruktur für ausreichend geschützt.
• 67 Prozent fordern höhere Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen.
• 76 Prozent erwarten bei einem Ausfall von Mobilfunk und Internet erhebliche Versorgungsprobleme.
• 39 Prozent sehen in der Digitalisierung der Verwaltung eine Chance.
Ein Ausfall von Mobilfunk und Internet hätte erhebliche Folgen für die Versorgung in Deutschland. Davon sind 76 Prozent der Bevölkerung überzeugt. Dennoch zählen lediglich 30 Prozent Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen.
Deutlich höher ist die Aufmerksamkeit für die Energieversorgung mit 70 Prozent sowie für Wasser- und Gesundheitsversorgung mit jeweils 60 Prozent. Das zeigt eine Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research aus dem September 2026. Dabei sind diese Versorgungsbereiche auf leistungsfähige Kommunikationsnetze angewiesen. „Versorger steuern das Stromnetz digital, Wasserwerke überwachen und regeln ihre Pumpen über 5G-Slices, Notfallsanitäter holen den Telenotarzt per Video in den Rettungswagen. Wer diese Grundversorgungen sichern will, muss beim Kommunikationsnetz anfangen“, erläutert Andreas Schönfeld, Director Enterprises und Mitglied des Executive Committees bei Telefónica Deutschland.
Die Befragung offenbart deutliche Zweifel an der Sicherheit kritischer Infrastruktur. Nur 20 Prozent halten die bestehenden Schutzmaßnahmen für ausreichend. 67 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Bund, Länder und Kommunen mehr in die Absicherung investieren. Für zwei Drittel der Befragten hat Datenschutz Vorrang vor Komfort.
„Ein sicheres und leistungsstarkes Kommunikationsnetz ist die Grundlage für Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge. Damit bauen Behörden und Versorger digitale Plattformen, die ihre Prozesse über einheitliche Schnittstellen verbinden“, ergänzt Schönfeld.
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Wie SD-WAN die kommunale IT absichert
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Ein Beispiel für die sichere Vernetzung öffentlicher Einrichtungen liefert Hessen. Dort errichtet Telefónica Deutschland gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 ein softwaregesteuertes Weitverkehrsnetz (SD-WAN). Rund 500 Kommunen und kommunale Standorte sind bereits angebunden. Weitere sollen folgen. Die Technologie ermöglicht eine zentrale Verwaltung von Sicherheitsfunktionen wie Firewalls und vereinfacht die Integration von Clouddiensten. Zudem lassen sich neue Verwaltungsstandorte schneller vernetzen und digitale Anwendungen effizienter bereitstellen.
Welche Chancen bietet E-Government?
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung findet mehr Zustimmung als Ablehnung. Laut Befragung betrachten 39 Prozent E-Government als Chance, während 19 Prozent darin ein Risiko sehen. Zu den größten Bedenken gehören Hackerangriffe und Datendiebstahl. Entscheidend für die Akzeptanz digitaler Verwaltungsangebote ist damit deren Sicherheit.
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Sichere Digitalisierung als Standortvorteil für Kommunen
„Die sichere Digitalisierung ist ein maßgeblicher Standortvorteil. Wo Clouddienste, KI und Smart-City-Anwendungen auf ein leistungsfähiges und geschütztes Netz treffen, werden Abläufe einfacher und schneller für die Verwaltung selbst, für Bürger und Unternehmen“, erklärt Schönfeld.
Quelle: Mit Material von Telefónica
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Was Sie zur kritischen Infrastruktur wissen müssen
1. Wie gut ist die kritische Infrastruktur geschützt?
Nur 20 Prozent der Befragten halten den Schutz in Deutschland für ausreichend.
2. Warum sind Kommunikationsnetze für kritische Infrastruktur wichtig?
Energieversorgung, Wasserwerke und Rettungsdienste benötigen funktionierende digitale Verbindungen.
3. Welche Investitionen braucht kritische Infrastruktur?
67 Prozent fordern höhere Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen für deren Schutz.
4. Wie unterstützt SD-WAN die kritische Infrastruktur?
Die Technologie ermöglicht eine zentrale Verwaltung von Sicherheitsfunktionen und eine effiziente Vernetzung kommunaler Standorte.
5. Welche Rolle spielt E-Government für kritische Infrastruktur?
Digitale Verwaltungsdienste benötigen leistungsfähige, sichere Netze. 39 Prozent sehen in der Behördendigitalisierung eine Chance.