Digitale Transformation in Life Sciences

Life Sciences: Digitale Transformation wird Pflicht

Die digitale Transformation wird für Life-Sciences-Hersteller zum geschäftskritischen Faktor. Laut einer Rockwell-Studie halten 90 Prozent sie für notwendig. Investitionen fließen vor allem in KI, Automatisierung und Cybersicherheit.

Digitale Transformation ist für 90 Prozent der Life-Sciences-Hersteller entscheidend. Rockwell zeigt Trends bei KI und Cybersicherheit.

  • 90 Prozent der Life-Sciences-Hersteller halten die digitale Transformation für notwendig.

  • 58 Prozent nutzen intelligente Fertigungstechnologien bereits ganz oder teilweise.

  • KI, Prozessautomatisierung und Cybersicherheit stehen im Investitionsfokus.

  • Grundlage ist eine Befragung von 104 Führungskräften in 16 Ländern.

Rockwell Automation hat Ende September 2026 in Milwaukee den Branchenbericht „Das neue Betriebsmodell für die Life-Sciences-Fertigung: Von Compliance zu kontinuierlicher Bereitschaft“ veröffentlicht. Er untersucht, wie Unternehmen ihre Fertigung digitalisieren und regulatorische Anforderungen dauerhaft erfüllen können.

Life-Sciences-Hersteller erwarten insbesondere von KI und maschinellem Lernen (46 Prozent), Prozessautomatisierung (44 Prozent) sowie Cybersicherheit (39 Prozent) erhebliche Geschäftsergebnisse. Die Investitionen verfolgen konkrete Ziele: 43 Prozent der Befragten wollen die Qualität
verbessern, 36 Prozent ihre Betriebsabläufe digitalisieren und 35 Prozent Risiken reduzieren. Die Datennutzung bleibt eine Herausforderung. Nur 32 Prozent der Unternehmen nutzen mehr als die Hälfte ihrer erfassten Daten effektiv.

KI-Einsatz wächst schneller als die Datenbasis

Von den Unternehmen, die bereits KI einsetzen, wollen
64 Prozent deren Nutzung innerhalb eines Jahres
ausweiten. 49 Prozent planen, ihre Investitionen innerhalb der kommenden fünf Jahre zu erhöhen. Für die
nächsten zwölf Monate stehen KI-Anwendungen in der Qualitätskontrolle (50 Prozent), Cybersicherheit
(45 Prozent) und Prozessoptimierung (44 Prozent) im Vordergrund.

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Wie gefährdet ist die vernetzte Fertigung?

Cybersicherheit entwickelt sich zur dauerhaften Anforderung. 54 Prozent der befragten Life-Sciences-Organisationen waren im vergangenen Jahr von mindestens einem Cyberangriff betroffen. Als größte Gefahrenbereiche gelten IT-Systeme und Unternehmensnetzwerke (41 Prozent), dezentrale Zugriffe und vernetzte Geräte (33 Prozent) sowie IT-/OT-Schnittstellen (29 Prozent).

Compliance wird zur täglichen Betriebsaufgabe

„Hersteller haben die Einhaltung von Vorschriften früher als ein Projekt angesehen – etwas, für das sie sich vorbereitet haben“, erklärte Matt Weaver, Vice President, Global Industry – Life Sciences, Rockwell Automation. „Nun muss sie als tägliche Disziplin betrachtet werden, die in den Anlagenbetrieb integriert ist. Die Unternehmen, die heute ihre Daten vernetzen, ihre Systeme absichern und KI-Bereitstellungen validieren, sind diejenigen, die am besten auf künftige regulatorische oder marktspezifische Anforderungen vorbereitet sein werden.“ Der Bericht beschreibt Maßnahmen für eine kontinuierliche Bereitschaft, dazu zählen auch:

  • Evidenzmanagement,

  • Cyber-Ausfallsicherheit,

  • Industrial Data Operations,

  • definierte KI-Anwendungsfälle und

  • KI-Governance.

Die Ergebnisse basieren auf 104 Befragten aus 16 Ländern. Sie sind Teil des elften jährlichen Berichts
zur intelligenten Fertigung von Rockwell Automation, der gemeinsam mit Sapio Research entstand
und insgesamt 1.560 Entscheidungsträger umfasst.

Quelle: Mit Material von Rockwell Automation

Was Sie zur digitalen Transformation in Life Sciences wissen müssen

Warum ist die digitale Transformation für Life Sciences wichtig?

Sie soll Qualität, Transparenz, regulatorische Compliance und Betriebsleistung verbessern.

Wie weit ist die digitale Transformation fortgeschritten?

58 Prozent der befragten Hersteller haben intelligente Fertigungstechnologien bereits vollständig oder teilweise eingeführt.

Welche Rolle spielt KI bei der digitalen Transformation?

KI soll vor allem Qualitätskontrolle, Cybersicherheit und Prozessoptimierung unterstützen.

Welche Risiken begleiten die digitale Transformation?

Zu den zentralen Herausforderungen zählen Cyberangriffe, unzureichende Datennutzung und die Absicherung vernetzter Systeme.

Welche Maßnahmen unterstützen die digitale Transformation in Life Sciences?

Rockwell Automation nennt unter anderem Evidenzmanagement, Cyber-Ausfallsicherheit, Industrial Data Operations,
definierte KI-Anwendungsfälle und KI-Governance.