Manufacturing Wellness: Fertigung hat Nachholbedarf
Manufacturing Wellness bleibt in der Fertigungsindustrie ausbaufähig. Eine Studie von Sandvik Coromant unter fast 1.000 Unternehmen zeigt erhebliche Lücken bei Datennutzung, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Manufacturing Wellness erreicht nur 49 von 100 Punkten. Ein Sandvik-Bericht zeigt Defizite bei Daten, Automatisierung und Nachhaltigkeit.Sandvik Coromant
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Sandvik Coromant bewertet fast 1.000 Fertigungsunternehmen weltweit anhand von acht Verhaltensweisen.
Der Manufacturing-Wellness-Gesamtwert liegt bei 49 von 100 Punkten.
Nur 19 Prozent der Unternehmen verfügen über eine formelle Kreislaufwirtschaftsstrategie.
Fehlende Datentransparenz und unzureichende Automatisierung bremsen die Entwicklung.
Die Fertigungsindustrie verfügt über zahlreiche Ansätze zur Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit. An der konsequenten Umsetzung hapert es jedoch. Das zeigt der erste globale Manufacturing-Wellness-Bericht von Sandvik Coromant. Die Auswertung von fast 1.000 Unternehmen ergibt einen Gesamtwert mit 49 von 100 Punkten.
Das 2023 eingeführte Konzept Manufacturing Wellness beschreibt den Zustand widerstandsfähiger, florierender Fertigungsunternehmen. Acht zentrale Verhaltensweisen sollen Resilienz, Produktivität und nachhaltiges Wachstum fördern. Dazu zählen Mitarbeiterentwicklung, Automatisierung, Datennutzung, Abfallreduzierung und Kreislaufwirtschaft. Besonders deutlich werden die Schwächen beim Umgang mit Produktionsdaten.
Fast jedes vierte Unternehmen hat keinen Zugang zu fertigungs- oder prozessbezogenen Daten. Nahezu die Hälfte versteht die Leistungsziele ihrer Teams nicht ausreichend. Auch bei der Automatisierung besteht Nachholbedarf. Zwar haben 69 Prozent der befragten Unternehmen zumindest einzelne Produktionsbereiche automatisiert. Eine umfassendere Automatisierung ist deutlich seltener. Bei der Nachhaltigkeit zeigt sich ein ähnliches Bild: 19 Prozent verfügen über eine formelle Kreislaufwirtschaftsstrategie.
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Welche Rolle spielen Partnerschaften?
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Unternehmen mit entsprechenden Kooperationen erzielen deutlich höhere Manufacturing-Wellness-Werte. Zudem setzen sie Effizienzprinzipien häufiger konsequent um. „Unser erster globaler Bericht zum ‚Manufacturing Wellness‘ zeigt eine Branche mit soliden Grundlagen, die jedoch erhebliches ungenutztes Potenzial aufweist“, erklärt Helen Blomqvist, Präsidentin von Sandvik Coromant.
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Bestehende Ressourcen gezielter verknüpfen
Für Sandvik Coromant liegt der nächste Entwicklungsschritt nicht allein in zusätzlichen Technologieinvestitionen. Entscheidend sei vielmehr, vorhandene Werkzeuge, Daten, Mitarbeiter und Prozesse strategisch miteinander zu verbinden. „Die positive Botschaft des Berichts ist, dass die Fertigungsunternehmen nicht bei Null anfangen müssen“, betont Blomqvist.
Manufacturing Wellness: Online-Check zeigt Potenziale
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Zur Standortbestimmung bietet Sandvik Coromant weiterhin ein Online-Assessment mit 28 Fragen an. Die Bearbeitung dauert rund zehn Minuten. Unternehmen erhalten anschließend eine individuelle Bewertung ihrer Stärken und Verbesserungspotenziale.
Quelle: Mit Material von Sandvik Coromant
Was Sie zum Manufacturing Wellness wissen müssen
Was bedeutet Manufacturing Wellness?
Das Konzept von Sandvik Coromant beschreibt widerstandsfähige und zukunftsfähige Fertigungsunternehmen anhand von acht Verhaltensweisen.
Wie gut ist Manufacturing Wellness weltweit ausgeprägt?
Fast 1.000 untersuchte Unternehmen erreichen durchschnittlich 49 von 100 Punkten.
Welche Schwächen zeigt Manufacturing Wellness?
Besonders bei Datennutzung, Automatisierung, Leistungszielen und Kreislaufwirtschaft bestehen Defizite.
Wie lässt sich Manufacturing Wellness bewerten?
Sandvik Coromant bietet ein kostenloses Online-Assessment mit 28 Fragen und individueller Auswertung an.
Welche Bedeutung haben Partnerschaften für Manufacturing Wellness?
Unternehmen mit externen Partnern erzielen laut Sandvik Coromant höhere Manufacturing-Wellness-Werte und setzen Effizienzprinzipien konsequenter um.