Ergonomie

Montagearbeitsplatz-Gestaltung: Alle wichtigen Faktoren

Von der Sitz-Steh-Dynamik bis zur richtigen Beleuchtung: Diese Kriterien machen den Unterschied bei der Montagearbeitsplatz-Gestaltung.

Mitarbeiterin an einer modernen Produktionsmaschine in einer hellen Industriehalle.
Effizientere Arbeitsabläufe und weniger körperliche Belastungen: Das ist das Ergebnis einer ergonomischen Montagearbeitsplatz-Gestaltung mit Lösungen von item Industrietechnik

Manuelle Tätigkeiten bleiben in der Industrie unersetzlich. Dabei wiederholen sich viele Arbeitsschritte kontinuierlich. Der Barmer Gesundheitsreport 2026 zeigt: Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems waren 2025 mit 17,8 % der dritthäufigste Grund für Fehlzeiten. Zusätzlich sind sie die Ursache für überdurchschnittlich lange Ausfälle. Mit ergonomischer Montagearbeitsplatz-Gestaltung können Verantwortliche Fehlzeiten reduzieren und gleichzeitig die Produktivität erhöhen. Erfahren Sie hier, wie das item Arbeitsplatzsystem Sie dabei umfassend unterstützt.

Marius Geibel, Ergonomie-Experte bei item, erklärt dazu: „Oft wird Ergonomie mit überflüssigen Kosten für eine Wohlfühloase gleichgesetzt. In einem ganzheitlichen Ansatz ist aber die Steigerung der Produktivität ein integraler Bestandteil der Definition von Ergonomie. In der Praxis gehen Ergonomie und Effizienz eine Symbiose ein. Wer nicht unnötig belastet wird, arbeitet motivierter und bringt bessere Leistung. Ergonomie stellt den Erhalt der Arbeitskraft auf Dauer sicher.“

Doch worauf kommt es bei der Montagearbeitsplatz-Gestaltung im Detail an? Lernen Sie jetzt die entscheidenden Aspekte kennen.

Was gehört zur Montagearbeitsplatz-Gestaltung?

Bei der Montagearbeitsplatz-Gestaltung greifen mehrere Faktoren ineinander. Dazu gehören die Möglichkeit zum Haltungswechsel zwischen Sitzen und Stehen, eine auf den individuellen Greifraum abgestimmte Bereitstellung von Material und Werkzeug sowie eine blendfreie, gleichmäßige Beleuchtung.

Mit dem item Arbeitsplatzsystem entsteht der passende ergonomische Montagearbeitsplatz für unterschiedliche Anforderungen. Dank des modularen item Baukastenprinzips lassen sich Arbeitsplätze flexibel einstellen und leicht modifizieren.

Die kostenfreien item Online Tools unterstützen Sie dabei: Stellen Sie Ihren Arbeitsplatz per Drag-and-Drop im Browser zusammen und profitieren Sie von smarten Funktionen und automatisch generierter Dokumentation.

Für eine zusätzliche Zeitersparnis sorgen vorkonfigurierte Musterlösungen: Nutzen Sie die vorkonfigurierten Anwendungsbeispiele als Inspiration für eigene Projekte. Dank kompletter CAD-Daten und Stücklisten können Sie die Musterlösungen direkt einsetzen. Oder Sie nutzen die Konstruktionen als Basis für individuelle Montagearbeitsplätze. 

Warum ist der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen wichtig?

Wer über mehrere Stunden in derselben Position arbeitet, riskiert Verspannungen, die sich langfristig zu chronischen Schmerzen entwickeln können. Zudem ist der Mensch erst seit rund 250 Jahren an dauerhaftes Sitzen gewöhnt. Nach einiger Zeit im Sitzen empfiehlt sich deshalb die stehende Arbeitsposition.

Falls es der Fertigungsprozess erlaubt, sollten Mitarbeitende zwischen Sitzen und Stehen wechseln können. Diese Flexibilität ist ein zentrales Element der Montagearbeitsplatz-Gestaltung.

Vollständig vermeiden lässt sich das Sitzen am Montagearbeitsplatz natürlich nicht. Bei der Wahl des Arbeitsstuhls kommt es auf einige Punkte an:

  • Stufenlose Höhenverstellbarkeit

  • Individuelle Verstellmöglichkeiten, die dynamisches Sitzen fördern, also den häufigen Wechsel von Position und Haltung

  • Robustes Material sowie Standsicherheit auch bei Gewichtsverlagerungen

Das item Arbeitsplatzsystem erfüllt diese vielfältigen Anforderungen. Als bisher einziger Anbieter eines Systems für Montagearbeitsplätze wurde item mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) ausgezeichnet.

Welche Rolle spielt der Greifraum bei der Montagearbeitsplatz-Gestaltung?

Der Greifraum ist für die Montagearbeitsplatz-Gestaltung von entscheidender Bedeutung. Er beschreibt den Bereich, der sich am Arbeitsplatz mit der Hand erreichen lässt. Es gibt zwei Bereiche: einen äußeren Bereich, der nur mit gestrecktem Arm zugänglich ist, und einen inneren Bereich, der bereits mit angewinkeltem Arm erreichbar ist. Beide fallen von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus.

Eine zweite Einteilung unterscheidet drei Zonen:

  • die Beidhandzone direkt vor den Mitarbeitenden, wo der eigentliche Arbeitsprozess stattfindet und oft benötigtes Material griffbereit liegen sollte.

  • die Einhandzone, in der Arbeitsmittel mit einer Hand erreichbar sind.

  • die erweiterte Einhandzone als äußersten Bereich.

Da der Greifraum individuell verschieden ist, muss sich die Bereitstellung von Material und Werkzeug am Montagearbeitsplatz an alle Mitarbeitenden anpassen lassen. Andernfalls drohen Fehlhaltungen. Schwenkarme von item beispielsweise positionieren Werkzeug gezielt in der Einhandzone: Daran lassen sich unter anderem Haken und Halter anbringen, was die Werkzeugbereitstellung zusätzlich erleichtert.

Welche Bedeutung hat Beleuchtung für Ergonomie am Montagearbeitsplatz?

Die Beleuchtung ist ein wichtiger Ergonomie-Faktor am Montagearbeitsplatz, der allerdings häufig übersehen wird. Bereits die Lichtfarbe wirkt sich auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus. Kaltweißes Licht zwischen 3330 und 5300 Kelvin wirkt anregend, warmweißes Licht zwischen 2700 und 3300 Kelvin hingegen entspannend.

Für den Montagearbeitsplatz empfiehlt sich eine ausgewogene Lichtfarbe um 4000 Kelvin. Sie liegt zwischen dem warmweißen Ton einer Glühbirne (2500 bis 2700 Kelvin) und normalem Tageslichtweiß (5800 bis 6500 Kelvin).

Auch sogenannte Multischatten belasten die Augen: Einzelne Lichtspots erzeugen harte, sich überlagernde Schatten, die zu Ermüdung und nachlassender Konzentration führen. LED-Industrieleuchten von item bringen durch homogene Beleuchtung ausschließlich weiche Schatten hervor und beanspruchen die Augen deutlich weniger. Das flackerfreie, hochfrequente Licht dieser Leuchten verhindert zusätzlich Belastungen, die durch niederfrequentes, kaum wahrnehmbares Flackern entstehen würden.

Ergonomie mit item lohnt sich

Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, eine individuelle Material- und Werkzeugbereitstellung sowie blendfreie Beleuchtung greifen am Montagearbeitsplatz ineinander: Im Zusammenspiel entfalten sie ihre volle Wirkung. Mit dem modularen item Arbeitsplatzsystem haben Sie die Flexibilität, um solche Ergonomie-Faktoren optimal zu berücksichtigen. So wird aus der Montagearbeitsplatz-Gestaltung ein doppelter Vorteil – für die Gesundheit der Mitarbeitenden und die Leistungsfähigkeit der manuellen Produktion.

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